Gold und Silber crashen …

Alle wichtigen Unterstützungen der letzten Wochen wurden gebrochen. Gold notiert unter seinem Allzeithoch aus 2011, Silber konnte die 26 USD nicht halten und ist mittlerweile auf gut 22 USD durchgerutscht. Auch die Minen haben ihre Unterstützung verloren. Somit hat sich das kurzfristige Bild massiv eingetrübt.

Der Rückgang verläuft sehr schnell und scharf. Dies ist für den Edelmetallmarkt nichts ungewöhnliches. Viele technische Indikatoren zeigen auch schon eine gewissen Überverkauftheit an. Ich habe mich daher entschlossen meine weitere Vorgehensweise an der Qualität der Gegenbewegung zu orientieren. Prinzipiell möchte ich derzeit aber auf höhere Cashquoten verzichten und sehe in dem gegenwärtigen Rückgang eine gute Einstiegsgelegenheit für langfristig orientierte Investoren.

Konsolidierung läuft …

Der Goldpreis konsolidiert weiter. Solange Gold auf Wochenbasis das frühere Allzeithoch von 1.923 Dollar hält, sollte es anschließend seinen Aufwärtstrend fortsetzen können. Die Netto-Spekulation stieg in der Vorwoche von 221.000 auf 231.000 Netto-Long-Kontrakte. Die Spekulation ließe eine Fortsetzung des Goldpreisanstiegs zu. Der XAU-Goldminenindex konsolidiert oberhalb seiner 50-Tage-Linie. Es sieht nach einer bullishen Fortsetzungsformation aus. Ähnliches gilt für Silber. Es scheint sich oberhalb die 26-Dollar-Marke etablieren zu können und sollte seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Die Spekulation in Silber stieg in der vergangenen Woche etwas an, bliebt aber auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Putsch in Mali – Abverkauf von Resolute Mining

Heute erfahren wir leider schmerzhaft, warum Minenbetreiber aus Afrika oft mit einem Abschlag zu den kanadischen oder australischen Betreibern gehandelt werden. Der Putsch in Mali führt zu einem Ausverkauf bei dem Depotwert Resolute Mining. Das Unternehmen betreibt dort seine Syama Mine.

Resolute hat mittlerweile angekündigt, dass die Minen weiterhin normal betrieben werden kann: https://www.asx.com.au/asxpdf/20200819/pdf/44lnp832ljs8yh.pdf

Resolute ist seit 2003 in Mali. Es hat daher schon einige Unruhen in dem Land mitgemacht, so auch den letzten Putsch 2012, den Ebola Ausbruch und einige Anschläge in dem von Terrorismus geprägtem Land. Derzeit ist die Lage noch schwer zu beurteilen. Zwar hat die neue „Militärregierung“ angekündigt sich an internationale Verträge zu halten und schnellstmöglich Neuwahlen durchzuführen (https://www.sn.at/politik/weltpolitik/putsch-in-mali-neuwahlen-in-aussicht-91680007), jedoch gibt es dafür keine Garantie. Zudem sehen wir auch schon Einmischungen aus anderen afrikanischen Ländern und des ehemaligen Kolonialherren Frankreich.

Der Wert und die Lage gehören natürlich weiterhin beobachtet. Aufgrund der langjährigen Erfahrung des Resolute Managements und der Tatsache, dass der Betrieb der Mine normal weitergeht werde ich die Position jedoch bebehalten. Die Bewertung ist sowieso unterirdisch niedrig, ein Fakt der aktuell aber keine große Bedeutung hat und sich, wenn ich es auch nicht glaube, vielleicht auch aufgrund der politischen Risken als gerechtfertigt erweisen wird.

Berkshire steigt bei Barrick ein

Die Spekulation im Gold fiel letzte Woche von 238.000 auf 224.000 Netto-Long-Kontrakte. Die von Silber fiel sogar noch stärker. Somit steht die Spekulation einem weiteren Anstieg nicht im Weg. Silber konnte in den letzten Tagen die 26 USD Marke wieder überschreiten und präsentiert sich weiterhin stark. Auch der Goldpreis hält sich derzeit über seinem 2011er hoch. Solang dieser hält, kann von einer Konsolidierung ausgegangen werden.

Berkshire erwarb 20,9 Millionen Barrick-Aktien, oder umgerechnet rund 1,2 Prozent an dem Unternehmen. Ich vermute, dass durch dieses Engagement von Warren Buffet die Minenbranche noch mehr Aufmerksamkeit erfahren wird.

Mit WUMMS NACH UNTEN

Gestern ging es mit einem Wumms nach unten, der wohl noch in der kleinsten Mine im hinterste Winkel der Welt zu hören war. Gold mit dem größten Tagesverlust seit 2013, bei Silber muss man noch weiter bis zum Lehman-Crash zurück gehen. Jetzt wurde viel Glas zerbrochen und viele Neueinsteiger werden sich mal die Wunden lecken. Es wäre daher schon eine große Überraschung, wenn der gestrige Tag nicht zumindest eine etwas andauernde, von volatilen Phasen geprägte Zeit einleiten würde. Wir sehen jetzt – passend zum Sommer – dass bereinigende Gewitter, dass zwar zu erwarten gewesen ist, jedoch dessen Heftigkeit doch überrascht. Der Goldmarkt zeigt einfach mal wieder seine hässliche Fratze, nachdem er nach einem explosionsartigen Anstieg viele Geld in den Markt lockte.

Lassen Sie sich jedoch nicht in die Irre führen. Putins Ankündigung einer Impfung hätte diesen Preissturz ausgelöst. Das ist so unwahrscheinlich, wie das der Bullenmarkt gestern geendet hat. An den Rahmenbedingungen hat sich nichts geändert, die geld- und fiskalpolitischen Verbrechen wurden bereits vor vielen Jahren begangen. Auch wenn Corona morgen verschwinden würde, der Geist ist aus der Flasche, es wird weiter Geld regnen und das nicht knapp, denn der Rubikon wurde schon vor vielen Jahren überschritten. Lassen sie sich bitte nichts anderes Einreden. Zusätzlich soll erwähnt werden, dass die Bilanzen der großen Produzenten so stark sind wie schon Jahrzehnte nicht mehr. Scharfe Korrekturen sollten weiter zum Aufbau von Positionen genutzt werden.

Beginnender ABVerkauf

Nachdem Gold letzte Woche über die 2000 Dollar Marke gesprungen und im Hoch über 2080 USD gelaufen ist, sehen wir nun seit ein paar Tagen einen scharfen Abverkauf. Schnell finden viele Analysten im wieder erstarkten Dollar den Schuldigen. Fakt ist jedoch, dass der Markt einfach sehr heiß gelaufen ist nun und eine Phase der Abkühlung, neudeutsch Konsolidierung, eingeleitet wurde. Idealerweise sollte diese das alte Hoch bei 1924 USD nicht mehr unterbieten. Minenwerte haben ein sehr volatiles Profil, sodass solche Phase oft mir sehr starken Preisrückgängen einher gehen können. 

Da der Terminmarkt aber noch keine Extreme anzeigt, sowohl Barrick als auch Newmont gute Zahlen präsentiert haben und im allgemeinen sich kurzfristig weder Geld- noch Fiskalpolitik ändern werden bleibe ich mittel- bis langfristig positiv eingestellt.

Auf SCHLAGDISTANZ ZU DER RUNDEN 2000er Marke

Letzte Woche erzielte der Goldpreis ein neues Allzeithoch und notiert aktuell bei knapp 1975 USD in „Schlagdistanz“ zu der runden 2000er Marke. Dennoch sehen wir im CoT-Report eine Verbesserung, da die Spekulation abgenommen hat. Dies ist bemerkenswert, da steigende Kurse normalerweise auch mit einer steigenden Spekulation einhergehen. Zudem kann man derzeit an der COMEX eine verstärkte Auslieferung physischer Ware beobachten. Diese beiden Faktoren sprechen derzeit eher für eine Fortsetzung des Preisanstieges der Edelmetalle, wobei ein Test des Hochs aus dem Jahr 2011 natürlich nicht ausgeschlossen werden kann.

Auch Silber zeigte uns eine enorme Dynamik, notiert aber immer noch unter seinem Widerstand bei 26 Dollar. Der XAU-Goldminenindex konnte seinen Widerstand bei 150 Punkten jedoch schon überwinden und konsolidiert aktuell darüber.

Alles in Allem zeigt sich der Markt weiterhin interessant. Ich bleibe daher weiterhin voll investiert.

Jahrelang hab ich mir die Finger wund geschrieben …

Seit vielen Jahren schreibe ich in meinen Kommentaren, dass ein Diversifikation in Gold, Silber und Edelmetall-Produzenten durchaus Sinn machen kann. Die letzten Wochen haben dies nun anschaulich bestätigt. Gegenüber dem DAX konnte nicht nur auf Jahressicht, sondern auch über einen Zeitraum von sieben Jahren, eine deutliche Outperformance erzielt werden.

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Gold konsolidiert weiter

Gold konsolidiert weiter im Bereich um 1700 USD. Die Spekulation ist geringfügig gefallen, ist mit 250.000 Netto-Long-Kontrakten aber immer noch sehr hoch. Saisonal sollte der Goldpreis in den nächsten Wochen weiter unterstützt sein. Der 50-Tage-Durchschnitt steigt und notiert zirka bei 1660 USD. Wichtige Widerstände lauern bei Gold um 1800 Dollar, im XAU-Goldminenindex im Bereich um 140 Punkten.

Der Widerstand bei 1800 USD sollte für den Goldpreis eine harte Nuss sein. Die Saisonalität, der Konsolidierungscharakter des Goldpreises sowie die Goldminen sprechen für eine Stabilisierung, trotz der hohen Spekulation. Ein Fall unter den 50-Tages-Durchschnitt wäre negativ.

Ich behalte die niedrige Cashquote bei. In der letzten Woche habe ich Fortuna Silver und Hecla Mining leicht aufgestockt.

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