Archiv der Kategorie: Aktienmärkte

Bewertung war gestern …

Nur zur Erinnerung, falls jemand glaubt US Aktien wären ein Schnäppchen …

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Und NEIN, dieses Mal ist nicht alles anderes, die Notenbanken können auch nicht alles richten und negative Zinsen sind nicht normal. Und JA, bleibt investiert. Seid aber selektiv und haltet etwas Cash vor.

Keiner weiß, wann sich die Welt wieder besinnt und den Blick auf das wesentliche richtet. Wirklich keiner …

 

Das sagt Max Otte zu …

Aktien von Versorgern: Bei Versorgern sind die Aussichten noch immer deutlich eingetrübt. Die Bundesregierung reagierte auf das Reaktorunglück in Fukushima mit einem so harten Einschnitt, wie ihn zuvor keine andere Branche erlebt hatte. Seitdem sehen wir bei den großen deutschen Versorgern drastische Umsatzeinbrüche. Ich lasse derzeit die Finger weg von Versorgeraktien wie Eon oder RWE.

Aktien von Banken und Versicherungen: Versicherungen wie Allianz und Münchner Rück haben gerade eine Kursdelle hinter sich. Für mich ganz klar Einstiegskurse. Trotz aller Herausforderungen in diesem Sektor können sich die Unternehmen über profitable Geschäftsmodelle freuen. Bei Bankaktien bin ich persönlich sehr vorsichtig, gerade bei Titeln wie der Deutschen Bank, die gerade natürlich international unter enormem Druck stehen.

Rohstoffaktien: Ich finde Öl interessanter als Rohstoffaktien, hier hat man schöne Dividenden und irgendwann geht’s auch wieder mit dem Preis nach oben.

Emerging Markets: Brasilien ist billig geworden, Russland ist wahnsinnig billig, aber eben auch riskant, China kann man aufgrund des Bewertungsniveaus noch machen, Indien ist schon zu teuer.

Blue Chips: Die meisten Blue Chips sind ausgepreist, aber nicht überbewertet. Für den normalen Anleger stellen sie noch immer eine gute Möglichkeit dar, sich langfristig zu investieren. Klassiker sind Coca-Cola, Nestlé oder Novartis. Mein favorisierter Sektor für Privatanleger sind Blue Chips im IT-Bereich. Was früher die Konsumaktien waren, sind heute Technologieaktien wie Microsoft,IBM und Google.

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Viele Indizes notieren derzeit an wichtigen Widerständen

MSCI World, NYSE, FTSE, CAC40, Nasdaq Composite, MDAX, IBEX, FTSE-MIB, Hang-Seng-Index – viele Indizes notieren derzeit an wichtigen Widerständen. Diese sollten zumindest das Potenzial haben den Aufwärtstrend der letzten Wochen temporäre auszubremsen. Weiter ist auffallend, dass die Marktbreite die letzten Tage abgenommen hat. Diese beiden Punkte habe ich heute zum Anlass genommen bei Kursen um 2105 Punkten im S&P 500 meinen Turbo Call mit etwas über 60 % Gewinn komplett zu verkauft.

Dennoch möchte ich festhalten, dass der Aufwärtstrend im S&P500 völlig intakt ist. Ein gehebelter Wiedereinstieg bei wieder zunehmender Marktbreite und/oder der Herausnahme einzelner Widerstände der oben genannten Indizes ist derzeit eine denkbare Alternative. Ein vorschneller Verkauf einzelner Aktienpositionen ist derzeit ebenfalls nicht angedachte, dann meine favorisierte Erwartung derzeit zwar eine Konsolidierung/Korrektur im März ist, dennoch erachte ich wieder anziehende Notierungen im 2. Quartal als die wahrscheinlichste aller Alternativen. Darüber hinaus hält sich mein Optimismus derzeit (noch) in Grenzen.

Daimler, Volkswagen und BMW – analysiert nach Susan Levermann

Persönlich ist mir die Analysemethode nach Levermann sehr sympathisch, da diese einerseits Fundamentaldaten, andererseits aber auch auf technische Aspekte und das Sentiment berücksichtigt. Ihr System ist auch für den „Normalanleger“ leicht umzusetzen, die benötigten Daten sind in wenigen Minuten Netzrecherche zusammengetragen und Ihre Methode gibt klare Kauf- und Verkaufssignale. Natürlich hat man auch mit Levermann’s System keine Garantie und die Kriterien geben vielen dynamisch wachsenden Unternehmen keine Chance, jedoch filtert ihre Vorgehensweise Werte heraus, welche zumindest ein überdurchschnittliches Chancen-Risiko-Profil aufweisen. Für die Analyse von Large Caps greife ich sehr gerne oft auf ihr System zurück.

Als ich Anfang Juni letzten Jahres wieder die einzelnen DAX Werte nach ihrem System bewertet habe, sind mir sofort die sehr guten Werte der Automobilkonzerne ins Auge gesprungen. Alle drei großen Unternehmen lieferten eindeutige Kaufsignale.

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ET – ValueScout Performance – Kommentar zu Positionsveränderungen

Türkei: Aufgrund der anhaltenden Schwäche der Türkischen Lira habe ich mich die letzten Tage dazu entschlossen hier Gewinne mitzunehmen. Die Position wurde mit einem Gewinn von 21,63 % aufgelöst.

Brasilien: Auch die Schwäche des Reals gefällt mir derzeit nicht, aufgrund der günstigen Bewertung des BOVESPA bleibt Brasilien vorerst noch im Portfolio. Der Wert steht jedoch unter Beobachtung.

Wells Frago: In Erwartung weiter anziehender US-Renditen, habe ich mit Wells Fargo einen US-Banktitel ins Portfolio geholt. Im Allgemeinen sollte der Bankensektor von weiter anziehenden Renditen profitieren.

Griechenland: In den Tagen nach der Wahl als an der Börse am Peleponnes das Chaos losbrach, habe ich eine kleine spekulative Griechenland-Position ins Wikifolio aufgenommen, hierbei habe ich mich für einen ETF entscheiden. Aktuell notiert dieser knapp 10 % über dem Kaufniveau. Jetzt wird es auf das Ergebnis der Verhandlungen mit der EU ankommen. Hier erwarte ich eine Lösung „ohne Gesichtsverlust“ für beide Seiten. Ein solches Verhandlungsergebnis sollte uns weiteres Kurspotential bescheren.

T-Note und Bund-Future: Wie schon unter „Wells Fargo“ beschrieben rechne ich damit, dass sich der seit Ende Jänner laufende Anstieg der US-Renditen in den nächsten Woche fortsetzt. Um an dieser Entwicklung zu partizipieren, habe ich gehebelte Position eröffnet. Gleichzeitig habe ich eine Short-Position auf den Bund-Future eröffnet, da ich auch hier mit einem Anstieg der Rendite rechne. Ausgangslage meiner Annahme ist, dass wir im Anschluss an EZB-QE eine ähnliches Verhalten der Marktteilnehmer erwarten, wie im Anschluss an die QE Programme der FED und hier konnten wir nach jedem QE-Start zumindest einen mittelfristigen Anstieg der Renditen beobachten.

Hier gehts zum Wikifolio!

S&P 500 – bullischer Ausbruch voraus?

Gestern konnte der S&P 500 zum dritten Mal seinen Widerstand bei 2064 anlaufen. Ich erachte die Wahrscheinlichkeit als hoch, dass dieses Mal der Ausbruch über den Widerstand gelingen wird, denn dem kompletten US-Markt repräsentierenden Wilshire 5000 gelang bereits gestern der Ausbruch aus einer identischen Formation.

SP500 6-2-2015

WILSHIRE 5000 6-2-2015

Auch dem NYSE-Index gelang bereits der Ausbruch. Weiter konnten gestern die zyklischen Konsumgüter auf ein neues Allzeithoch ausbrechen und auch der Chemiesektor steht kurz vor einem neuen Hoch. Ebenfalls die Nebenwerte (Russel 2000) stehen kurz vor einem neuen Allzeithoch.

Heute werden die US Arbeitsdaten präsentiert. Sollte diese nicht komplett negativ überraschen, ist zu erwarten, dass auch dem S&P ein Ausbruch über 2064 Punkte gelingen wird. Sollte der Ausbruch gelingen, dann wäre als nächstes Kursziel 2090 Punkte zu nennen.

Ich habe daher in meinem Wikifolio „ET – ValueScout Performance“ eine Stop-Buy Order knapp über 2064 in den Markt gestellt, um die bereits bestehende Long-Position bei einem Ausbruch prozyklisch aufzustocken. Aktuell notiert der S&P bei 2061 Punkten.

Max Otte „Wir werden noch mehr staatliche Zwangswirtschaft sehen“

Max Otte sieht deutsche Aktien als fair bewertet, während er den US Markt mittlerweile als teuer empfindet. „Sollte die Welt nicht aus den Fugen geraten“, könnte 2015 ein gutes Jahr für den DAX werden, denn wer zu fairen Preisen kauft, der macht zwar kein Schnäppchen, aber auch kein schlechtes Geschäft. Auf die Frage, was er den unter „aus den Fugen geraten verstehe“, weißt er auf die unzähligen Krisen (Ukraine, IS, Griechenland, strukturelle Probleme, …) hin. Am meisten fürchtet er aber die aufziehende Deflation, denn die Notenbanken sind mit ihrer Politik des billigen Geldes am Ende. Die Voraussetzung für weiter steigende Notierungen am Aktienmarkt ist daher, dass alles schön „unter dem Teppich“ bleibt.

Im Allgemeinen geht es weiter in Richtung mehr Zwangswirtschaft, weniger Demokratie und weniger Bürgerrechte.

DAF-Interview