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CoT spricht eine uneinheitliche Sprache

Weiter spricht der Terminmarkt in Sachen Gold und Silber eine uneinheitliche Sprache. Während der CoT Index bei Gold derzeit bei 61 Punkten notiert, notiert jener von Silber bei 16,5 und somit im Verkaufsbereich. Obwohl der Goldpreis letzte Woche weiter zulegen konnte, blieben die Daten in etwa gleich, was als stark zu bezeichnen ist. Generell ist der Goldpreis seit seinem Tief schon um über 100 Dollar bei gleichbleibenden Daten gestiegen, was wirklich SEHR GUT ist. Zumindest aus Sicht des Terminmarktes steht einem weiteren Anstieg des Goldpreises nichts im Wege.

Die Positionierung beim Silber sieht wie beschrieben schlechter aus. Von einer Bereinigung kann hier keinesfalls gesprochen werden. Derzeit steigt Silber somit im Windschatten vom Gold und könnte bei einem Rücksetzer des gelben Metalls wesentlich heftiger unter die Räder kommen.

Kurzfristig profitiert Gold derzeit von steigenden Inflationsraten, einem schwächelnden Dollar und stagnierenden Renditen. Diese Puzzlesteine sollten daher weiter genauestens beobachtet werden, denn jede Veränderung dieser Intermarkets kann den gegenwärtigen Anstieg gefährden. Steigende Realzinsen bei einem stärkeren Dollar wären als echtes Gift für die Goldpreisentwicklung zu bezeichnen. Ein Szenario, das derzeit nicht als unrealistisch bei Seite geschoben werden darf.

Im Bereich von 1250/60 USD verlaufen beim Gold derzeit der 1- und der 4-jahres GD. Charttechnisch handelt es sich hierbei um „harte Nüsse“. Ein durchschießen sollte daher nicht unbedingt erwartet werden.

Aufgrund der positiven Terminmarktdaten erwarte ich jedoch zumindest ein anlaufen dieses Widerstandsclusters und behalte daher an der niedrigen Cashquote von knapp 2 % fest.

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Brexit – physische Käufer überrennen Terminmarkt

Der CoT Index von Gold und Silber notiert nach wie vor bei 0. Obwohl der Goldpreis im Beobachtungszeitraum um 43 Dollar zulegen konnte und Silber mittlerweile auch über 20 USD notiert muss man nach eingehender Analyse des Terminmarktes eingestehen, dass dieser Anstieg nicht über den Terminmarkt erfolgt ist. Es kann also festgehalten werden, dass momentan, wahrscheinlich auch in Folge des Brexit Votums, massiv physische Käufer in den Markt strömen. So wie sich das Bild momentan gestalten, steht die neue Edelmetallhausse am Übergang von Hoffnung zu leichtem Optimismus.

Am Freitag, an welchem das Ergebnis des Brexit Votums bekannt gegeben wurde, habe ich die Aktienquote um knapp 5 % aufgestockt. Die Cashquote liegt nun bei knapp 30 %. Ich muss gestehen, dass mich das Brexit Votum überrascht hat und ich eher mit einem Nein zum Austritt gerechnet hätte. Meine primäre Erwartung lag daher, dass in Folge eines britischen „NO“, ein kurzer und knackiger Abverkauf bei den Edelmetallen und -produzenten einsetzt, welcher auch zu einer Bereinigung der Terminmarktdaten – inklusive vernünftiger Kaufkurse – geführt hätte. Diesen Gefallen haben meiner hohen Cashquote die Briten nicht gemacht. Dennoch ist der Kurs meines Wikifolios die letzten 10 Tage explodiert und dieses notiert nun weit über dem alten Allzeithoch.

Wie geht es nun weiter? Wie lange die physischen Käufer weiter die Terminmarkthändler überrennen, muss nun genau beobachtet werden. Was ich nicht möchte ist den Kursen hinterher laufen, obwohl ich weiß, dass ein Bullenmarkt nur wenige Einstiegsmöglichkeiten bietet. Ich werde daher weiter mit Vorsicht agieren. Den Terminmarkt genau beobachten, an Tagen mit Schwäche meine Positionen geringfügig aufstocken und an Tagen mit extremer Stärke diese leicht reduzieren.

Auf Sicht der letzten 14 Tage performt der HUI mein Wikifolio aus, aber hier steht die langfristige Outperformance im Vordergrund. Ja, ich muss meine Strategie geringfügig anpassen, aber ich werde sie sicher nicht über Board werfen. Ein Plus von 92 % in 6 Monaten spricht dafür. Und auch in den letzten 30 Tagen konnte „Gold und Silber Majors“ seine Referenzindex um 2 % schlagen.

Arbeitsmarkt, Dollar, Goldrausch und viele offene Fragen

Die positive Reaktion des Goldpreises auf die Arbeitsmarktdaten erfolgt größtenteils auf US-Dollar-Ebene. In Euro bewegte sich Gold kaum. Dies zeigt, dass Gold nur über eine geringe intrinsische Stärke verfügt. Die Preisentwicklung vom Freitag ist daher als stark dollarabhängig zu bezeichnen. Die Minen zeigten sich allerdings von ihrer besten Seite.

Die CoT Daten vom Freitag waren keine große Offenbarung. Der Gold Index stieg auf 28 Punkte, Silber auf 17. Beide Werte sind nach wie vor als bärisch zu bezeichnen. Die Spekulation ist nach wie vor als sehr hoch zu bezeichnen.

Positiv ist jedoch, dass wir uns im besten Umfeld für Gold bewegen. Fallende Renditen treffen auf steigende Inflationsraten. Der Realzins fällt. Ein solches Umfeld war am Freitag insbesondere auf der Renditeseite gegeben.

Im Laufe der letzten Woche habe ich meine Cashquote wieder um etwa 10 % reduziert. Sie ist mit 39 % aber weiter als erhöht zu bezeichnen. Das Wikifolio notiert knapp unter seinem Jahreshoch.

Für ein All In, ist es nach wie vor zu früh. Der Anstieg des Goldpreises am Freitag war wie beschrieben währungsgetrieben und die Spekulation am Terminmarkt ist weiter sehr hoch. Sollte der Goldpreis nun ein niedriges Hoch ausbilden, kann ein Fall unter USD 1200 weiter nicht ausgeschlossen werden. Positiv wäre nun ein schneller Anstieg des Preises auf ein neues Jahreshoch, welcher größtenteils durch physische Käufe getrieben ist.

Ich muss aber festhalten, dass ich mittelfristig steigende Kurse erwarte. Spätestens in der saisonal, positiven Zeit im August/September sollte dem Goldpreis der Ausbruch gelingen. Bis es jedoch soweit ist, werde ich die Strategie der letzten Wochen fortsetzten und mit erhöhter Cashquote abwarten und auf kleinere Trades setzten. Sollten wir jedoch eine vernünftige Bereinigung seitens des Terminmarktes oder ein zügiger Ausbruch auf ein neues Jahreshoch sehen, dann steht diese Vorgehensweise zur Disposition.

 

 

Terminmarkt – kleine konstruktive Schritte

Der CoT Index zeigt im letzten Beobachtungszeitraum erste konstruktive Schritte. Der Index für Gold stieg auf 24, der von Silber auf 15 Punkte. Während der Preis des Goldes im Beobachtungszeitraum um 53 USD fiel, was eine sehr gute Bereinigung darstellt, fiel der Silberpreis nur um 1 USD, was eher als durchschnittlich zu bezeichnen ist. Somit notiert Silber immer noch im Verkaufsbereich, welchen zumindest Gold bereits verlassen konnte. Anzumerken ist jedoch, dass aus Sicht des Terminmarktes auch Gold noch durch eine bearische Brille zu beobachten ist, welche einen weiteren Abverkauf jederzeit möglich erscheinen lassen.

Heute Morgen fiel der Goldpreis bis auf 1200 USD, die erste Unterstützung bei 1212 USD wurde somit unterboten. Jetzt rückt die Marke von 1180 in den Blickpunkt. Auch ein Durchrutschen bis 1150 Dollar kann nicht ausgeschlossen werden. Bei Silber stellt der Bereich um USD 15,70 die nächste wichtige Marke dar.

Die Vorsicht der letzten Monate macht sich nun langsam bezahlt. Während der HUI schon 17 % unter seinem Jahreshoch notiert, korrigierte „Gold und Silber Majors“ um knapp 7 %.

Da es derzeit so aussieht, als wäre die Bereinigung des Terminmarktes im vollen Gange, möchte ich die Daten vom kommenden Freitag abwarten, um meine Strategie anzupassen. Ich werde jedoch in der Zeit bis dahin, eher versuchen mit Zukäufen meinen sehr hohen Cash-Anteil von annähernd 50 % etwas zu verringern.

 

Ausbruch oder Einbruch

Auch wenn die Wochenveränderungen sehr gering ausfallen, so sind die Commercials bei Silber absolut betrachtet so stark short wie nie zuvor positioniert. Diese Entwicklung geht allerdings auch mit einem auf Rekordniveau liegenden Open Interest einher. Eine ähnliche Entwicklung ist auch bei Gold zu beobachten.

Der CoT Index von Silber bleibt auf 0 Punkten, der von Gold steigt auf 3. Beide Metalle notieren damit aus Sicht des Terminmarktes weiter im Verkaufsbereich, auch wenn das hohe Open Interest die Entwicklung etwas relativiert. Auch wenn der Anstieg des Open Interest kurzfristig etwas steil und damit konsolidierungsbedürftig wirkt, ist er mit Blick auf den übergeordneten Trend positiv zu werten.

Beim Goldpreis in Euro handelt es sich um einen Pullback auf die Oktoberhochs 2015, es hat sich zudem eine Dreiecks-formation ausgebildet, die in den kommenden Handelstagen eine Ausbruchsbewegung aus der Formation andeutet. Trendkonform sollte der Ausbruch auf der Oberseite erfolgen.

Eine positive Technik trifft somit weiter auf eine schlechte Terminmarktstruktur. Ich werde daher die Politik der kleinen Schritte fortsetzen. Dies bedeutet, dass die hohe Cashquote bleibt, diese an schwachen Tagen geringfügig reduziert wird, um an stärkeren wieder Kasse zu machen, solange die Unterstützung im Bereich 1212 USD hält, bzw der Ausbruch nach oben nicht erfolgt ist. Sobald eine Änderung dieser Strategie erfolgt, werde ich dies natürlich kommentieren.

Mit einem ungehebelten Plus von 70 % in 6 Monaten und 9,6 % im letzten Monat liegt mein Wikifolio nach wie vor unter den besten dieses Sektors (Platz 2 auf 6-Monatssicht). Aber natürlich den Spitzenplatz, den ich bis vor einigen Wochen innehatte, hat mir diese vorsichtige Herangehensweise gekostet. Langfristig bin ich jedoch von der weiteren Überlegenheit dieser Strategie – auch auf den Terminmarkt zu hören – überzeugt, dass ich diese aufgrund kurzfristiger Gier nicht aufgeben möchte.

„Sei ängstlich, wenn die anderen gierig sind!“

Die Terminmarktdaten für Gold präsentieren sich mittlerweile als extrem überkauft und notieren im historischen Extrembereich. Während die Großspekulanten weiter massiv long gehen, verkaufen die Commercials auf Termin als gäbe es kein Morgen. Alleine in der letzten Woche erhöhten sich die Shortpositionen der Commercials um über 54000 Kontrakte. Der Terminmarkt schreit mittlerweile so laut VERKAUFEN, dass dies sogar Taube nicht mehr überhören können.

Als viele Minenwerte Anfang letzter Woche schwäche zeigten, habe ich meine Cash-Position leicht (auf knapp 33 % reduziert). Aktuell notiert das Wikifolio nun 6 % höher. Ich nutzte diesen Kursanstieg nun zu kleinen Gewinnmitnahmen, um die Cashquote wieder auf 41,5 % zu erhöhen.

„Werde gierig, wenn die anderen ängstlich sind und werde ängstlich, wenn die anderen gierig sind!“. Dieses Motto hat die letzten Jahre geholfen mit diesem Wikifolio besser als der HUI abzuschneiden. Nun ist es Zeit ängstlich zu werden, denn der Terminmarkt zeigt uns derzeit die Gier der „Zuspätgekommenen“. Kurzfristig spricht daher derzeit vieles für eine stärkere Korrektur im sich neu etablierten Aufwärtstrend.

Langfristig bleiben die Aussichten jedoch exzellent. Die großen Minen haben ihre Bilanzen konsolidiert und aus ihren Fehlern gelernt. Fremdkapital wird reduziert und mit Bedacht eingesetzt. Sie profitieren nun überdurchschnittlich vom sich erholenden Edelmetallpreis.

Edelmetalle – Licht und Schatten

Die Terminmarktdaten für Gold bleiben unverändert schwach. Der CoT Index notiert bei 0 und somit weiterhin klar im Verkaufsbereich. Relative Stärke zeigt hingegen Silber. Obwohl der Preis im Beobachtungszeitraum nahezu unverändert blieb stieg der Index von 12 auf 24. Es scheint, als ob physische Silberkäufer derzeit den Silbermarkt stützen. Dennoch gibt es von Seiten des Terminmarktes aktuell keinen Anlass in großen Optimismus zu verfallen, denn die Daten sind weiterhin als bearish zu bezeichnen.

Positiv zu erwähnen ist derzeit das Chartbild vom Gold. Der Goldpreis markierte Ende März einen Tiefpunkt bei 1.206 US-Dollar und vermied damit einen Retest seines Oktoberhochs bei 1.187 Punkten. Man muss schon von einer gewissen Stärke sprechen, wenn zwischen einem aktuellen Tief und dem letzten Hoch eine Lücke offen gelassen wird. Auch die Stärke der Edelmetallproduzenten ist ungebrochen. Letzte Woche gelang dem HUI der Ausbruch nach oben aus einer Dreiecksformation.

Die gegenwärtige Lage verlangt keine großen Positionsveränderungen in meinem Wikifolio „Gold und Silber Majors“. Der Cash Anteil ist bei 35,8 %. Ok, das kostet ein wenig Performance. Aber seitens des Terminmarktes kann derzeit ein Kursrutsch nicht ausgeschlossen werden, sodass ich weiter eine „Politik der kleinen Schritte“ bei den Positionsveränderungen betreiben werden, bis sich größere Positionsveränderungen aufdrängen.

Wende, oder war es das?

Nach dem starken Anstieg zu Jahresbeginn befinden sich die Edelmetalle nun seit fast vier Wochen in eine Phase der Konsolidierung. Der weitere Verlauf dieser sollte uns darüber Auskunft geben, ob wir derzeit Zeuge einer Bärenmarktrally sind, oder ob die Edelmetalle einen neuen Bullenmarkt gestartet haben. Jede Partei hat derzeit gute Argumente auf ihrer Seite.

Auf der Bärenseite ist derzeit zu beobachten, dass Gold in Euro an seinem Jahreshoch 2015 scheiterte und sich derzeit divergent zum Goldpreis in USD verhält. Ebenfalls lässt die Terminmarktstruktur weitere Schwäche erwarten. Im Gold besitzten die Commericals derzeit eine ähnlich hohe Nettoshort-Position wie zum Preishoch 2015. Beim Silber schreit der Terminmarkt derzeit förmlich verkaufen. So besitzen die Großspekulanten aktuell die größte Nettolong-Positionierung seit gut zehn Jahren. Beide Faktoren sind als sehr negativ zu bezeichnen. Zusätzlich befinden sich die Metalle in ihrer saisonalen Schwächephase. Von Seiten der Zyklik ist bis Ende Juni auch keine preisliche Unterstützung zu erwarten.

Andererseits gibt es auch positive Faktoren, die sich nicht einfach ignorieren lassen. So stützen die starken Zuflüsse in die Gold-ETFs, die hohen Volumina in der Phase des Anstiegs und die Stärke der Minenwerte die Theorie der positiven Wende.

Die aktuelle Lage (hohe Spekulation und schlechte Saisonalität) hat jedoch die Kraft den glauben der Investoren an die Wende einer Prüfung zu unterziehen. Aus charttechnischer Sicht wäre es für eine Bestätigung eines neuen Bullenmarktes wichtig, dass Gold in Zeiten seiner saisonalen Schwäche seine Unterstützungen im Bereich USD 1180 halten kann.

Im Westen nichts Neues

Seitens des Terminmarktes notieren beide Metalle weiter im Verkaufsbereich. Der Index für Gold stieg auf 10, der von Silber auf 5 Punkte. Somit mahnt der Terminmarkt weiter zu Vorsicht, denn vergleichbare Werte haben schon des Öfteren zu massiven Abverkäufen geführt. Die Cashquote im Wikifolio bleibt daher verhältnismäßig hoch, dennoch erzielt „Gold und Silber Majors“ letzte Woche ein neues Jahreshoch.

Ebenfalls erwähnen möchte ich, dass letzte Woche Silber und Kupfer relative stärke zum Goldpreis zeigten, so stieg Silber Ende letzter Woche auf ein neues Jahreshoch. Gold nahm im Rahmen des laufenden Comebacks der Rohstoffe die letzten Monate eine Vorläuferrolle ein. Diese Konstellation, erst Gold, dann die anderen Metalle, ist nicht unüblich und stellt ein weiteres Mosaiksteinchen in der Frage, ob die Rohstoffbaisse beendet ist oder nicht dar. Dennoch muss ein Markt auch mal ausatmen. Dies sollte man kurzfristig nicht vergessen.

„All in“ ist zu gefährlich

Der CoT-Index von Gold fiel letzte Woche auf 5, der von Silber auf 4 Punkte. Somit notieren beide Metalle eindeutig im Verkaufsbereich. Auch wenn Gold letzte Woche auf ein neues Jahreshoch steigen konnte, so mahnt der Terminmarkt weiter zur Vorsicht. Auch die Minen zeigen sich zwar weiter von ihrer starken Seite, dennoch hat der Anstieg die letzte Woche weiter an Dynamik verloren. Kurzfristig spricht daher weiter mehr für zumindest eine Konsolidierung, als für einen weiteren Durchmarsch nach oben. Ich werde daher in meinem Wikifolio die Cashquote weiter hoch halten. Sollte der Markt zur überdurchschnittlichen Schwäche neigen, werde ich diese mit Käufen reduzieren. An Tagen mit ausgeprägter Kaufpanik, werde ich Positionen leicht reduzieren. „All in“ ist derzeit zu gefährlich, dafür möchte ich eine positive Terminmarktstruktur abwarten.