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Gold & Silber Update

Der Goldpreis in US-Dollar notiert in seinem Widerstandsbereich zwischen 1.205 und 1.220. Die Positionierung der Terminmarkthändler zeigt sich zumindest beim Gold immer positiver. Während das Open Interest anzog, reduzierten die Commercials ihre Netto Short Position auf knapp 123.000 Kontrakte.

Der USD zeigt sich in den letzten Wochen schwächer und auch die US-Renditen befinden sich aktuell im Retourgang während die Inflation anzieht. Diese Konstellation sollte daher den Goldpreis kurzfristig weiter unterstützen.

Die aktuell positive Bewegung im Goldpreis würde dann an einen vorläufigen Endpunkt
geraten, wenn die Renditen damit beginnen würden, ihren Aufwärtstrend fortzusetzen.
Somit nutzt Gold derzeit das zur Verfügung stehende Zeitfenster für zumindest eine positive Gegenbewegung, welche den Goldpreis zumindest in den Bereich 1256 USD führen sollte. Ich belasse daher die Cashquote auf niedrigen 3,5 %.

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+59 % in 2016 – ein versöhnlicher Ausklang

Nach einem starken Start ins Jahr 2016 waren die letzten Wochen doch von starken Abverkäufen gekennzeichnet. Die letzte Handelswoche des Jahres zeigt sich nun wieder von seiner „sonnigen“ Seite. Alleine die letzte Woche stieg „Gold und Silber Majors“ um 20 %. Auf Jahressicht konnte das Wikifolio fast 60 % zulegen.

gs-2016-jahreschart

Seit seiner Emission, Anfang 2014, stieg es um 26 % und konnte den HUI, als Referenzindex, in dieser Zeit fast 8 % abnehmen. Wenn man bedenkt, dass die Edelmetallproduzenten bis Anfang 2016 eine lange Baisse durchlebten, sind auch die 7 % seit Erstellung kein schlechtes Ergebnis.

majors-vs-hui-seit-emission-30-12-2016

2016 konnten wir auch schön beobachten, dass Minenwerte zu einer der volatilsten Anlageklassen überhaupt gehören. So gut sich die 59 % auf Jahressicht auch anhören, im August lag das Wikifolio schon mehr als 100 % vorne. Es bleibt also festzuhalten, dass „Gold und Silber Majors“ weiter nur für jene Anleger taugt, die in dieser hohen Volatilität mehr Chance als Risiko erkennen.

Seitens des Terminmarktes und auch aus Sicht der technischen Analyse kann man leider noch keine Entwarnung geben. Somit können weitere fallende Preise, trotz der starken Bewegung in den letzten Tagen nicht ausgeschlossen werden. Wichtige erste technische Marken sind derzeit 1180 Dollar im Gold und 16,60 bei Silber. Werden diese Marken überschritten, werde ich die Cashquote von derzeit 4 % auf 0 % reduzieren, vorausgesetzt der CoT Index gibt kein neuerliches Verkaufssignal.

Achten muss man derzeit auch auf weitere Entwicklung der Renditen in den USA. Diese steigen derzeit schneller als die Inflationserwartung. Dies lässt die Realverzinsung steigen. Ein steigender Realzins belastet den Goldpreis ebenso wie ein starker USD, welcher derzeit auch eher in Richtung Parität tendiert, als zur Schwäche neigt.

Kurzfristig besteht daher noch Spielraum nach unten. Wer aber die Entwicklung der Minenwerte schon länger beobachtet weiß, dass dieser Markt zu sehr zu explosiven Wendepunkten neigt. Man sollte daher hier nicht versuchen die letzte Bewegung auf der Shortseite herauszuquetschen. Aktuell sollte man eher zumindest einen Fuß in der Tür haben, um nicht wieder dem fahrenden Zug nachlaufen zu müssen. Langfristig erwarte ich weiter weitaus höhere Kurse.

Weiter möchte ich allen Investoren für ihr Vertrauen danken und euch auf diesem Weg auch einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2017 wünschen.

 

 

Kurzes Update

Die Netto-Short-Positionierung der Commercials hat sich bei Gold leicht reduziert, indem überwiegend Short-Positionen reduziert wurden. Sie bleibt auf einem hohen Niveau bestehen. Der CoT Index von Gold notiert bei 11 Punkten, also trotz einem Rückgang um USD 27 im Beobachtungszeitraum immer noch im Verkaufsbereich.

Positiv zu bewerten ist, dass sowohl Gold im USD als auch im Euro in wichtigen charttechnischen Unterstützungen ihre aktuelle Erholungsbewegung starteten. Wichtig bleibt die Marke von 1300 im Dollar. Solange der Goldpreis darüber notiert, steht seitens der Technik einen weiteren Anstieg nicht viel im Wege. Ein neues Jahreshoch wäre hier eine klare und wünschenswerte Ansage, um hier klarere Verhältnisse zu haben.

Aus der Baisse heraus legte der Minenindex in der Spitze um mehr als das Doppelte zu, insofern ist eine scharfe Korrektur mit einem Preisrückgang von 22% als normal anzusehen. Hier gab es auch einen „Washout“ – Tag mit einem Rückgang von 8% im XAU. Dieses Tief wurde noch marginal unterschritten, bei 89 Punkten fand der Index Unterstützung. In der Gegenbewegung sollte die erste offene Kurslücke des „Washout“-Tages geschlossen werden. Insofern wäre kurzfristig eine Erholung der Minenaktien und damit steigende Kurse zu erwarten.

Während des besprochen „Washout“ habe ich den Cashanteil auf unter 20 % reduziert. Aktuell halte ich 16,8 % des Depotvolumens in Cash, da der Anstieg der letzten Tage das Verhältnis zugunsten der Minenwerte weiter reduziert hat. Aufgrund der weiter sehr unsicheren Lage seitens des Terminmarktes soll der Cashanteil weiter erhöht bleiben. Sollte der XAU den Bereich von 104 Punkten erreichen werde ich über prozyklische Gewinnmitnahmen nachdenken.

 

 

Gold und Minen an wichtigen Widerständen

Aktuell notiert die Jahresperformance bei einem Plus von 110 %. Wenn man bedenkt, dass dieser Sektor zum Jahreswechsel bei allen Analysten auf verkaufen gestanden ist und der Abgesang auf die Branche täglich lauter gesungen wurde, ist das schon eine stolze Wertsteigerung. „Kaufe wenn die Kanonen donnern!“ hat sich hier ausgezahlt.

In den letzten Wochen hört man wieder öfter die „Geigen spielen“. Aus Sicht des Sentiments ist daher Vorsicht angebracht. Auch preislich muss festgehalten werden, dass sowohl Gold als auch Goldminen (XAU 112) an wichtigen Widerständen notieren. Ganz zu schweigen vom Terminmarkt: Die Netto-Short-Positionierung der Commercials liegt mittlerweile im gesamten Sektor auf einem sehr hohen Niveau. Bei Silber steigt die dieswöchige Netto-Short-Positionierung der Commercials auf ein weiteres Allzeitrekordhoch und auch bei Kupfer ist die Zeit der Netto-Long-Positionierung der Commercials vorüber.

Kurzfristig darf uns daher eine Verschnaufpause nicht überraschen und solange der Widerstandsbereich im Gold (Jahreshoch 2014 und Abwärtstrend) hält, bleibt die Cashquote erhöht. Aktuell liegt diese bei 26,5 %.

Ich werde weiter an besonders schwachen Tagen Positionen ausbauen und bei besonderer Stärke reduzieren. Für „All in“ ist das Chancen-Risiko-Verhältnis nicht gut genug. Hier warte ich vor allem auf das prozyklische Kaufsignal (Überwinden der Widerstände) oder auf eine stärkere Bereinigung des Terminmarktes.

 

 

Das Brexit Spiel

Die Märkte spielen Brexit und versuchen derzeit zumindest mögliche Folgen einzupreisen. Die Risk-Off Indikatoren (Anleihen, Yen und Gold) zeigen Stärke. 10 jährige deutsche Anleihen rentieren im negativen Bereich, der Dollar fällt zum Yen um fast 2 % über Nacht und Gold knackt die 1300 Dollar Marke. 

Die Edelmetallproduzenten profitieren ebenfalls von dieser Entwicklung, „Gold uns Silber Majors“ konnte auch ein neues Hoch steigen, obwohl die Cashquote etwas über 1/3 des Depotvolumens beträgt.  

Ich möchte nun kurz umreißen, warum ich derzeit weiter an dieser erhöhten Cashquote festhalte. Das Brexit Spiel ist ein Spiel, dessen Ausgang noch keiner kennt. Ok, sollte es wirklich dazu kommen, dann ist Risk-Off weiter angesagt und Gold sollte weiter steigen, wovon auch die Minen profitieren sollten. Prozyklische Käufe würden sich dann anbieten. Kommt es jedoch nicht dazu, dann würde ein Großteil dieser Angst zurückgehandelt werden. Es ist anzunehmen, dass es auch bei Gold und Silber dann zu Rücksetzern kommen wird.  

Egal also wie die Abstimmung ausgeht, was wir zu erwarten haben ist Volatilität. Diese Volatilität möchte ich nicht voll mitmachen, da ich doch auch erhebliche, kurzfristige Abwärtsrisken sehe. Wenn die Abstimmung vorbei ist und uns der Markt die weiter Richtung klarer erkennen lässt, ist noch immer genug Zeit um sich dementsprechend zu positionieren. Ja, diese Vorgehensweise kann Rendite kosten, aber dafür reduziert sie auch die Schwankungsbreite im Wikifolio. 

Der CoT-Index von Gold notiert bei 17, der von Silber bei 23 Punkten. Auch wenn wir uns hier in den letzten Wochen von den Extremwerten verabschiedet haben, mahnt der Terminmarkt weiter zur Vorsicht. Dennoch habe ich in den vorigen drei Wochen die Aktienquote von 50 auf knapp 65 % erhöht.

 

Terminmarkt – kleine konstruktive Schritte

Der CoT Index zeigt im letzten Beobachtungszeitraum erste konstruktive Schritte. Der Index für Gold stieg auf 24, der von Silber auf 15 Punkte. Während der Preis des Goldes im Beobachtungszeitraum um 53 USD fiel, was eine sehr gute Bereinigung darstellt, fiel der Silberpreis nur um 1 USD, was eher als durchschnittlich zu bezeichnen ist. Somit notiert Silber immer noch im Verkaufsbereich, welchen zumindest Gold bereits verlassen konnte. Anzumerken ist jedoch, dass aus Sicht des Terminmarktes auch Gold noch durch eine bearische Brille zu beobachten ist, welche einen weiteren Abverkauf jederzeit möglich erscheinen lassen.

Heute Morgen fiel der Goldpreis bis auf 1200 USD, die erste Unterstützung bei 1212 USD wurde somit unterboten. Jetzt rückt die Marke von 1180 in den Blickpunkt. Auch ein Durchrutschen bis 1150 Dollar kann nicht ausgeschlossen werden. Bei Silber stellt der Bereich um USD 15,70 die nächste wichtige Marke dar.

Die Vorsicht der letzten Monate macht sich nun langsam bezahlt. Während der HUI schon 17 % unter seinem Jahreshoch notiert, korrigierte „Gold und Silber Majors“ um knapp 7 %.

Da es derzeit so aussieht, als wäre die Bereinigung des Terminmarktes im vollen Gange, möchte ich die Daten vom kommenden Freitag abwarten, um meine Strategie anzupassen. Ich werde jedoch in der Zeit bis dahin, eher versuchen mit Zukäufen meinen sehr hohen Cash-Anteil von annähernd 50 % etwas zu verringern.

 

Ausbruch oder Einbruch

Auch wenn die Wochenveränderungen sehr gering ausfallen, so sind die Commercials bei Silber absolut betrachtet so stark short wie nie zuvor positioniert. Diese Entwicklung geht allerdings auch mit einem auf Rekordniveau liegenden Open Interest einher. Eine ähnliche Entwicklung ist auch bei Gold zu beobachten.

Der CoT Index von Silber bleibt auf 0 Punkten, der von Gold steigt auf 3. Beide Metalle notieren damit aus Sicht des Terminmarktes weiter im Verkaufsbereich, auch wenn das hohe Open Interest die Entwicklung etwas relativiert. Auch wenn der Anstieg des Open Interest kurzfristig etwas steil und damit konsolidierungsbedürftig wirkt, ist er mit Blick auf den übergeordneten Trend positiv zu werten.

Beim Goldpreis in Euro handelt es sich um einen Pullback auf die Oktoberhochs 2015, es hat sich zudem eine Dreiecks-formation ausgebildet, die in den kommenden Handelstagen eine Ausbruchsbewegung aus der Formation andeutet. Trendkonform sollte der Ausbruch auf der Oberseite erfolgen.

Eine positive Technik trifft somit weiter auf eine schlechte Terminmarktstruktur. Ich werde daher die Politik der kleinen Schritte fortsetzen. Dies bedeutet, dass die hohe Cashquote bleibt, diese an schwachen Tagen geringfügig reduziert wird, um an stärkeren wieder Kasse zu machen, solange die Unterstützung im Bereich 1212 USD hält, bzw der Ausbruch nach oben nicht erfolgt ist. Sobald eine Änderung dieser Strategie erfolgt, werde ich dies natürlich kommentieren.

Mit einem ungehebelten Plus von 70 % in 6 Monaten und 9,6 % im letzten Monat liegt mein Wikifolio nach wie vor unter den besten dieses Sektors (Platz 2 auf 6-Monatssicht). Aber natürlich den Spitzenplatz, den ich bis vor einigen Wochen innehatte, hat mir diese vorsichtige Herangehensweise gekostet. Langfristig bin ich jedoch von der weiteren Überlegenheit dieser Strategie – auch auf den Terminmarkt zu hören – überzeugt, dass ich diese aufgrund kurzfristiger Gier nicht aufgeben möchte.

Ist Wikifolio’s Punktesystem unbrauchbar?

 

Das Bewertungssystem von Wikifolio, die Punkte welche Rückschlüsse auf die Qualität des Portfolios geben sollen, bieten dem interessierten Anleger keinerlei Hilfestellung. Es führt eher zu einer Verzerrung der tatsächlichen Leistung. Dies mag vielleicht im Sinne des Marktingteams von Wikifolio sein, aber bietet sonst leider keinen Mehrwert. So lautet zumindest meine Schlussfolgerung zur Top-Wikifolio-Rangliste.

Ich möchte diese Verzerrung der Realität nun mit einer kleinen Gegenüberstellung darlegen. Hierbei handelt es sich zwar sicher um einen Extremfall, dennoch zeigt es schön, dass alleine die Faktoren Performance seit Emission und maximaler Verlust langfristig keinen brauchbaren Nutzen bringen. Dabei geht es prinzipiell nicht um die beiden verglichenen Wikifolios selbst, sondern um die krassen Bewertungsunterschiede, die durch das Bewertungssystem von Wikifolio entstehen können.

Ich selbst verwalte das Wikifolio „Gold und Silber Majors“ (WFAUAGMAJO). Erstellt wurde es am 4.7.2013 und investierbar ist es seit dem 9.1.2014. Die Performancegebühr liegt bei 5 %. Es investiert in großkapitalisierte Edelmetallproduzenten. Wenn Sie die letzten Jahre diesen Markt verfolgt haben, dann wissen Sie, wie dieser unter die Räder gekommen ist. Seit Jahresbeginn konnte sich dieser Markt aber gut erholen. Im folgenden Chart vergleiche ich mein Wikifolio (blau) mit dem HUI als beispielhaften Referenzindex (seit der Emission des Wikifolios):

Majors vs HUI seit Emission 2014-01-09

Der maximale Drawdown war geringer und die Performance besser.

 

Als zweites Wikifolio möchte ich nun das Ausis Gold & Silber Minen anführen. Gleicher Markt, jedoch erst am 22.1.2016 emittiert. Im folgenden Chart vergleiche ich nun mein Wikifolio (blau) mit dem Ausis-Portfolio:

GoldundSilber Majors (blau) vs. Ausius Gold & Silber (rot)

Gold und Silber Majors performte seit dem Emissionsdatum von Ausis mit +73,2% um knapp 12 % besser.

Auch wenn ich das Ausis seit dessen Emission mit dem HUI (rot) vergleiche, kann ich keinen Qualitätsvorsprung erkennen.

Ausis vs HUI seit Emission 2016-01-22

Jetzt möchte ich zum Kern meiner Kritik kommen. Wir sprechen hier über zwei absolut vergleichbare Wikifolios. Die Strategie ist vergleichbar, der Markt ist ident. In beiden werden keine Hebelprodukte eingesetzt. Nur bei der Performancegebühr gibt es einen Unterschied: Ausis ist mit einer Performancegebühr von 15 % teurer.

Es ist unbestritten, dass wenn ein Anleger am 22.1. in Gold und Silber Majors € 10.000,- investiert hätte, dann hätte er heute € 17.320,-, im Ausis hätte er „nur“ € 16.150,-. Dennoch notiert Gold und Silber Majors bei 196 Wikifolio-Punkten, Ausis bei 4994 Punkten. Zusätzlich wird das Ausis mit Auszeichnungen seitens Wikifolio „überschüttet“.

Ok, der maximale Drawdown seit Auflage ist bei Gold und Silber Majors viel, viel schlechter. Aber bei diesem Punkt anzusetzen ist nicht fair, denn wer sich bald drei Jahre in diesem Markt behauptet, der hatte es mit echtem Gegenwind zu tun und hat seine Qualität wirklich beweisen müssen. Wer sein Wikifolio ein paar Tage nach dem Tief emittiert bekommen hat, der hatte gigantisches Glück, Glück welches ich dem Verwalter auch vergönnt bin, aber was überhaupt nichts über die Qualität aussagt.

Viele Fragen tauchen auf:

  • Sollte nicht jenes Wikifolio, welches sich länger erfolgreich im Markt bewegt, die höheren Punkte aufweisen?
  • Sollte nicht jenes, mit der besseren relativen Performance die höhere Punktezahl aufweisen?
  • Sollte nicht jenes, welches einen vergleichbaren Referenzindex schlägt, die höhere Punktezahl aufweisen?
  • Sollte nicht das Wikifolio, welches sich im schwierigen Marktumfeld beweisen musste, die höhere Punkte aufweisen?

Zusammengefasst zeigt dieses eine Beispiel sehr schön, dass das aktuelle Wikifolio Punktesystem nicht sehr viel über die Qualität der Anlagestrategie aussagt. Wikifolio sollte sich hier ins Zeug legen und versuchen mehr in die Breite zu gehen und sich ein besseres Bewertungssystem ausdenken.

 

„Sei ängstlich, wenn die anderen gierig sind!“

Die Terminmarktdaten für Gold präsentieren sich mittlerweile als extrem überkauft und notieren im historischen Extrembereich. Während die Großspekulanten weiter massiv long gehen, verkaufen die Commercials auf Termin als gäbe es kein Morgen. Alleine in der letzten Woche erhöhten sich die Shortpositionen der Commercials um über 54000 Kontrakte. Der Terminmarkt schreit mittlerweile so laut VERKAUFEN, dass dies sogar Taube nicht mehr überhören können.

Als viele Minenwerte Anfang letzter Woche schwäche zeigten, habe ich meine Cash-Position leicht (auf knapp 33 % reduziert). Aktuell notiert das Wikifolio nun 6 % höher. Ich nutzte diesen Kursanstieg nun zu kleinen Gewinnmitnahmen, um die Cashquote wieder auf 41,5 % zu erhöhen.

„Werde gierig, wenn die anderen ängstlich sind und werde ängstlich, wenn die anderen gierig sind!“. Dieses Motto hat die letzten Jahre geholfen mit diesem Wikifolio besser als der HUI abzuschneiden. Nun ist es Zeit ängstlich zu werden, denn der Terminmarkt zeigt uns derzeit die Gier der „Zuspätgekommenen“. Kurzfristig spricht daher derzeit vieles für eine stärkere Korrektur im sich neu etablierten Aufwärtstrend.

Langfristig bleiben die Aussichten jedoch exzellent. Die großen Minen haben ihre Bilanzen konsolidiert und aus ihren Fehlern gelernt. Fremdkapital wird reduziert und mit Bedacht eingesetzt. Sie profitieren nun überdurchschnittlich vom sich erholenden Edelmetallpreis.

Kurzes Update

Die Terminmarktdaten zeigen sich weiter sehr, sehr schwach. Sowohl der Gold- als auch der Silberindex notieren bei 0 Punkten und liefern somit eindeutige Verkaufssignale. Nach der fulminante Rally der Minenwerte dürfte uns – so diese kommen sollte – eine Verschnaufpause nicht überraschen. Charttechnisch notiert zumindest der XAU an einem wichtigen Widerstand, welcher eine Pause erzwingen könnte. Ich bleibe im Depot vorsichtig, die Cashquote liegt nach ein paar kleineren Verkäufen bei etwa 44 %.

Aus Sicht der Technik bleibt bei Gold die 1170 USD interessant, solange diese Marke gehalten wird, ist der Aufwärtstrend intakt. Silber sollte sich über 16 USD halten, um die ausgebildete Tasse-Henkel-Formation nicht zu gefährden. Solange beide Marken gehalten werden, steht zumindest die Charttechnik auf grün. Ergänzend muss aber erwähnt werden, dass die schlechte Terminmarktstruktur, wesentlich tiefere Kurse hergeben könnte.