Der Rubel rollt …

„Aus der Betrachtung der Wechselkursänderungen im Zeitverlauf kann darauf geschlossen werden, wie die Marktteilnehmer die Entwicklung einer Volkswirtschaft einschätzen.“ (Wikipedia)

Seit der russischen Invasion in der Ukraine ist der Rubel um 44 % gegenüber den Euro gestiegen. Vom Tief- zum Hochpunkt erholte sich die russische Währung um 177 %.

Aus Sicht der Währung, muss man sich also die Frage stellen, wem Schaden diese Sanktionen mehr und können wirtschaftliche Sanktionen überhaupt den Kriegsverlauf entscheidend beeinflussen? Fraglich erscheint auch, ob die Darstellung des Kriegsverlaufes der realen Entwicklung entspricht?

Nukleare Optionen

Ist der Einsatz von Atomwaffen im Krieg in der Ukraine überhaupt denkbar? Was muss passieren, dass Russland diese Option zieht und wie könnte sie sich darstellen?

Behringer eröffnet die Diskussion zu einem Thema, dass ein Großteil der Menschheit wohl am liebsten in die Geschichtsbücher verbannen möchte. Es bleibt zu Hoffen, dass das Versetzen der russischen Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft nur eine Drohgebärde ist.

Exters inverse Pyramide

Je weiter oben ein Vermögenswert in dieser nach John Exter benannten Pyramide angesiedelt ist, desto stärker ist der betreffende Vermögenswert von günstigen Wirtschaftsbedingungen abhängig. Damit einher geht ein erhöhtes Risiko. Je schwieriger das konjunkturelle Umfeld wird, desto stärker werden weiter unten angesiedelte Vermögenswerte bevorzugt.

Daher gilt: Ganz oben in der Pyramide stehen unsichere und volatile Vermögenswerte wie Kunst, alte Autos, Derivate oder unbesicherte Pensionsansprüche. Diese Vermögenswerte haben nur in Zeiten hoher Liquidität und wirtschaftlicher Prosperität eine positive Renditeerwartung. Sind die Zeiten gut, dann sind mit einigen dieser Vermögenswerte (z.B. Kunst, Oldtimer, Derivate) sehr hohe Renditen möglich. Werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aber schwieriger, bei steigendem Sicherheitsbedürfnis der Anleger, dann sinken bei diesen Vermögenswerten die Preise teilweise sehr deutlich.

Wichtig ist außerdem: In Summe ist in der Regel deutlich mehr Geld in den als „unsicher“ geltenden Vermögenswerten oben in der Pyramide angelegt als in den Vermögenswerten an der Basis. Viel mehr Kapital steckt etwa in unsicheren Derivaten als in Staatsanleihen und in Staatsanleihen wiederum viel mehr als in Gold.

10 Regeln der Kriegspropaganda

“Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit.”

Dieser berühmte Satz stammt von Sir Arthur Ponsonby.

Der Politiker, Schriftsteller und Pazifist beschrieb in seinem Werk „Lüge in Kriegszeiten“ (1928), die – zwar weniger bekannten – zehn Regeln der Kriegspropaganda:

  1. Wir wollen den Krieg nicht.
  2. Das gegnerische Lager trägt die alleinige Verantwortung.
  3. Der Führer des Gegners hat dämonische Züge. 
  4. Wir kämpfen für eine gute Sache.
  5. Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen.
  6. Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, bei uns handelt es sich um Versehen.
  7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm.
  8. Angesehene Persönlichkeiten, Wissenschaftler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache. 
  9. Unsere Mission ist heilig.
  10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, steht auf der Seite des Gegners.

Einem sehenswerten Kommentar der „Weltwoche“ verdanke ich diese in Vergessenheit geratene Erkenntnis.

„Dieser Krieg verändert alles.“

Folker Hellmeyer ist nun mal Folker Hellmeyer. Mit spitzer Zunge analysiert er die Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Wie von ihm gewohnt, bekommt hier jeder sein Fett ab und er eröffnet Perspektiven, die weit darüber hinausgehen, was uns die Giftküchen der russischen, aber auch westlichen, Propagandaschmieden derzeit täglich als ihre Wahrheit verkaufen.

Das Prädikat „sehenswert“ verdient sich dieses Interview allemal, egal ob man seine Meinung teilt oder nicht.

The True Size Of …

Sieht man eine Weltkarte, so wurde diese in der Regel mit der Projektion nach Mercator dargestellt. Dabei entsteht das Problem, dass zu den Polkappen hin viele Länder wesentlich größer dargestellt werden, als diese wirklich sind. Länder wie Grönland wirken dabei um ein vielfaches größer, als Länder in der Nähe des Äquators.

Der nachfolgende Link ermöglich das direkte vergleichen einzelner Länder. Man brauch diese nur übereinander ziehen und bekommt schnell ein Gefühl dafür, wie groß es wirklich ist.

The True Size of …

Wie aus Versprecher „Versprecher“ werden …

Karoline Edtstadler ist Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt der Republik Österreich. Sie gab vor kurzem ein Interview zur Impfpflicht. Folgender Ausschnitt stammt aus dem Interview:

Eigentlich ist es ja sehr amüsant, wenn einer Ministerin so ein Versprecher auskommt, vor allem wenn es um ein so heikles Thema geht.

Wenn man sich aber dann die „Smart City Charta“ der deutschen Bundesregierung genauer anschaut, bleibt einem das Lachen doch ein wenig im Hals stecken. In der Präambel dort liest man: „Die Charta unterstützt die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und die Verwirklichung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals).“ Sie ist die Antwort Deutschlands auf das SDG Programm der UNO. Ein Programm um eine bessere, gerechtere und schönere Welt zu „gestalten“.

Je tiefer man jedoch reinliest, desto mehr fragt man sich: „Ja für wen aber soll die Welt besser werden?“ Aber egal, es geht ja um den Demokratie-Sager von Frau Edtstadler …

Auf Seite 43 „Visionen eines hypervernetzten Planeten“ unter Punkt 6 findet man dann:

Post-voting society – „Da wir genau wissen, was Leute tun und möchten, gibt es weniger Bedarf an Wahlen, Mehrheitsfindungen oder Abstimmungen. Verhaltensbezogene Daten können Demokratie als das gesellschaftliche Feedbacksystem ersetzen.“

Wie gesagt, Deutschland nicht China: https://www.smart-city-dialog.de/wp-content/uploads/2019/12/smart-city-charta-langfassung.pdf

Das Sabbatjahr 2021/22

„Und sechs Jahre besäe dein Feld und sammle seinen Ertrag ein. Aber im siebten lass es ruhen und brachliegen, damit die Armen deines Volkes essen mögen, und was sie übrig lassen, mögen die Tiere des Feldes essen, und so mache es mit deinem Weinberg und deinem Olivenhain“ (Exodus 23:10–11)

Der dazugehörige Artikel wurde auf Wellenreiter am 11.1.2022 veröffentlicht.