Archiv der Kategorie: Allgemeiner Kommentar

Bewertung war gestern …

Nur zur Erinnerung, falls jemand glaubt US Aktien wären ein Schnäppchen …

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Und NEIN, dieses Mal ist nicht alles anderes, die Notenbanken können auch nicht alles richten und negative Zinsen sind nicht normal. Und JA, bleibt investiert. Seid aber selektiv und haltet etwas Cash vor.

Keiner weiß, wann sich die Welt wieder besinnt und den Blick auf das wesentliche richtet. Wirklich keiner …

 

Endstation Parkett

Mit dem Einzug des computerisierten Aktien- und Rohstoffhandels, ist es auf dem traditionellen Börsenparkett in Chicago und New York ruhig geworden. Viele der alten Haudegen und Helden des Parketts stehen vor dem Aus. Stets selbstbewusst, hätten sie niemals gedacht, dass die Musik aufhört zu spielen. Regisseur James Allen Smith zeigt in dem Doku-Drama Endstation Parkett die menschlichen Schicksale hinter dem technologischen Handel. Gemeinsam mit dem Wall Street-Profi Markus Koch, zog Smith mit der deutschen Bearbeitung des Films durch die Kinos in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Hier nun der Film in ganzer Länge.

The Great Absurdity

Die niedrigsten Zinsen in 5000 Jahren – Ein Bild sagt oft mehr als 1000 Worte. Wie verrückt die heutigen Zeiten sind und wie schlimm es um unsere Wirtschaft wirklich stehen muss, zeigt wohl am besten die Tatsache, dass wir in einer Zeit ohne historischen Vergleich leben. Verrückt erscheint auch die Tatsache, dass man ernsthaft zu glauben scheint, den größten Schuldenberg aller Zeiten mit einem noch größeren Schuldenberg bekämpfen zu können und der Staat – also die Summe aller Bürger – wirklich jede Last tragen kann, ohne irgendwann für seine wirtschaftlichen Fehltritte bezahlen zu müssen.

Jener Marktmechanismus, welcher der maßlosen Überschuldung Einhalt gebieten sollte, wurde seitens der Zentralbanken und Regierungen völlig außer Kraft gesetzt. Die Disziplinierung der Schuldner über den Preis eben dieser Schulden oder über deren Konkurs wurde für die größten Schuldner aller Zeiten, die Staaten, ausgesetzt. Der Zauberlehrling lässt grüßen. Nur, dass der Zauberlehrling zumindest der Lehrling eines echten Zauberers war. Unsere heutigen Entscheidungsträger sind nur mehr die Lehrlinge von gelernten Politikern und Bürokraten mit Allmachts-Phantasien ohne drei Zentimeter wirtschaftlichem Verständnis, jedoch echte Weltmeister im Ausgeben fremden Geldes, in der Etablierung eines hoch ineffizienten Bürokratismus und der Gabe zur „Verschlimmbesserung“. Zugute halten kann man ihnen wirklich nur mehr, dass sie entweder keine andere Möglichkeit mehr haben, wovon ich ausgehe, oder es wirklich nicht besser wissen, was ein noch größere Katastrophe wäre.

Unsere Staatenlenker, Ökonomen und Wirtschaftsweisen haben uns – bewusst oder unbewusst – direkt aus der „Great Recession“ in die „Great Absurdity“ geführt. Wie lange sich ein derart irres System halten kann mag ich nicht beurteilen. Ich fürchte jedoch wesentlich länger als wir alle es uns vorstellen können, den der Einfluss des Staates – zugunsten der Vernunft – wird weiter zunehmen und die kommenden Jahre werden von noch mehr Absurditäten und noch mehr unvorstellbarer Unvernunft geprägt sein. Am Ende der „Great Absurdity“ wird jedoch das Ende des Rechtsstaates, das Ende des freien Marktes und das Ende unserer Freiheit stehen. Historiker werden in vielen Jahren mit großen Augen auf die Naivität, Dummheit und Unvernunft dieser Zeiten zurückblicken.

 

Was weiß die SNB, was wir noch nicht wissen?

Nachdem vor ein paar Tagen der MDAX aus seiner bullischen Tasse-Henkel-Formation auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen war, folgte nun gestern der Ausbruch des DAX auf ein neues All-Time-High. Auch der an der Ausbruchkante stehende KDAX schoss gestern im Tagesverlauf auf ein neues Mehrjahreshoch und somit brach auch der deutsche Kursindex über seinen seit einem Jahr gültigen Widerstand im Bereich knapp unter 5200 Punkten aus.

MDAX 17-1-15KDAX 17-1-15

DAX 17-1-15

Derzeit scheint viel internationales Kapital nach Europa, vor allem nach Deutschland, zu fließen. Hintergrund hierfür ist aller Wahrscheinlichkeit nach die in Aussicht gestellten Anleihenkäufe der EZB. Anleger reagieren reflexartig in Erwartung, dass die umstrittenen und unkonventionellen Maßnahmen der EZB eine ähnliche Abwärtungshausse in Gang setzen, wie diese die Abenomics im japanischen Nikkei in Gang setzten.

Die Entscheidung der SNB vom Donnerstag, den Franken nicht mehr an den Euro zu binden, scheint hier zusätzliches Wasser auf diese Mühlen zu gießen. Was weiß die SNB – was Draghi vor hat – wir aber noch nicht wissen? Kauf die EZB mehr als die vermuteten 500 Milliarden? Senkt sie vielleicht die Leitzinsen in den negativen Bereich?

Sollte die EZB liefern und die Erwartungen vielleicht noch übertreffen, dann stehen die Chancen hoch, dass die Börsen Europas – allen voran Deutschlands – heuer die US-Börsen outperformen. Sollte die Europäische Nationalbank die Anleger enttäuschen, könnte das internationale Geld jedoch so schnell wieder weg sein, wie es gekommen ist.

Egal wie es kommt, eines muss uns bewusst sein: Eine von billigen Geld getriebene Hausse steht auf sehr wackeligen Fundament. Einige Ökonomen nennen solche Aufschwünge auch Katastrophenhausse. Je parabolischer diese verläuft, desto größer die zu erwartende monetäre Katastrophe.

Von Fehlern, Volatilität & Problemkindern

Vorab möchte ich mich für die erhöhte Volatilität in meinem Wikifolio „ET – Value Scout Performance“ entschuldigen. „Was kann ich dafür?“, könnten Sie sich jetzt fragen. Ja, die Volatilität an den Märkten hat ebenfalls stark zugenommen, aber dennoch haben mich einerseits erwartete Entwicklungen in ihrer Heftigkeit überrascht und andererseits hielt ich Bewegungen doch schon im Vorfeld für ausreichend eingepreist.

Als die OPEC beschloss die Fördermenge nicht zu kürzen, war diese Information keine große Überraschung für die Marktteilnehmer, denn im Vorfeld war die Position von Saudi Arabien und somit der OPEC hinreichend bekannt. Ich hatte meine Shortspekulation auf Brent schon im Vorfeld, zwar mit schönem Gewinn,  aufgelöst und mich bei ausgewählten Erdölunternehmen auf der langen Seite engagiert, da ich die OPEC Entscheidung bereits als ausreichend eingepreist erachtete. Dies war, mit der Weisheit des Rückblicks betrachtet, ein großer Fehler und hat Performance gekostet. Mittlerweile ist mit zirka 60 USD für das Fass Rohöl der Zielpreis der OPEC erreicht und ich habe daher letzte Woche damit begonnen die Positionen bei den Unternehmen im Erdölbereich aufzustocken. Das Chancen-Risiko-Verhältnis erscheint mir hier für ausreichend positiv, wenn ich mir auch der Tatsache bewusst bin, dass nach so starken Kursrückgängen alles möglich ist. Es kann, von geopolitischen Faktoren abgesehen, bei dementsprechender Nervosität die Volatilität weiter hoch bleiben und auch die Bodenbildungen wird doch einige Zeit in Anspruch nehmen können.

Auch beim Goldpreis erwartete ich vor zwei bis drei Wochen aufgrund der positiven CoT-Daten und der technischen Verfassung einen mehrwöchigen Anstieg. Die hohen Schwankungen bei den Edelmetallaktien wie uns die letzten beiden Wochen gezeigt haben, habe ich in dieser Heftigkeit nicht erwartet. Auch das hat Performance gekostet. Mittlerweile hat sich das Bild, welches die CoT Daten zeigt, zusätzlich eingetrübt. Ich habe daher die gehebelten Positionen mit einem SL versehen und das Engagement bei den Minenwerten geringfügig reduziert. Solange die 1180 USD beim Gold halten, möchte ich hier aber überdurchschnittlich investiert bleiben.

In meinem Kommentar von 8. Dezember „Gott und die Welt spekulieren mittlerweile gegen den Euro“ habe ich auf die „verrückte“ Konstellation am Terminmarkt hingewiesen und damit mein Engagement EUR/USD Long begründet. Erste Positionen habe ich im Bereich 1,24 eröffnet. Seither habe ich die Position in Etappen aufgestockt, denn zumindest ein starker Bounce ist nach der Entwicklung des Währungspaars  dieses Jahr überfällig. Diese Position hat meinem Wikifolio bisher Verluste beschert, den EUR/USD notiert mittlerweile bei 1,2225, dennoch soll sie weiter bestehen bleiben. Gegebenenfalls werde ich sie auch weiter aufstocken, denn kurzfristig bleibt der Dollar überkauft und auch die Situation am Terminmarkt bleibt unverändert contra Dollar.

Bleibt noch der letzte Punkt, die Aktienmärkte. Hier habe ich mehrere Kommentare seit Ende November veröffentlicht auf die auffällige Korrekturanfälligkeit der Aktienmärkte bis zur Monatsmitte des Dezembers hingewiesen. Als alle die neuen Allzeithochs feierten, habe ich eine gehebelte DAX Short Position eröffnet, welche ich vorigen Mittwoch mit einem Plus von 162 % aufgelöst habe, als nach dem heftigen Einbrüchen schon alle die Jahresendrally abgeschrieben haben. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich gehebelt auf der langen Seite positioniert. Diese Positionen sind mittlerweile schön im Plus. Weiter habe ich letzte Woche auch weitere Aktien ins Wikifolio gekauft. Werte, welche mir über die Gebühr ausverkauft erschienen.

Für mein „Timing“ brauche ich mir daher hier keine Vorwürfe machen lassen. Dennoch muss ich mir eingestehen, dass mich die Heftigkeit der Bewegung mehr als überrascht hat und daher waren die der Absicherung dienenden Positionen unterdurchschnittlich gewichtet. Konnte ich den Markteinbruch im Oktober noch abfedern und den Monat mit einem schönen Plus beenden, so war die Absicherung im Dezember zu gering ausgelegt.

Gemeinsam mit den bereits beschriebenen „Dezember-Problemkindern“ in meinem Wikifolio (Öl, Edelmetalle und Dollar) betrug der maximale Verlust in diesem Monat 7 %. Dennoch hielt ich gegen den Markttrend, in Erwartung steigender Kurse zur Monatsmitte, an meinen Aktienpositionen fest. Die Begründung warum ich trotz einer Vielzahl von Widrigkeiten, die Entwicklung um den 18. Dezember abwarten wollte, habe ich in zwei Kommentaren beschrieben. Die Kaufpanik der letzten Tage, welche dann den Monatsverlust auf knapp 2 % verringerte, bestätigte mir dann meine Vorgehensweise.

Sollte sich der Dezember nun weiter an sein saisonales Muster halten, dann sollten wir die verbleibenden restlichen Tage dieses Jahres weiter leicht ansteigende Kurse sehen. Mein mentaler Stop Loss für die Long-Ausrichtung im Wikifolio liegt bei 1970 Punkten im S&P 500. Dennoch plane ich einige Positionen im Portfolio mittels SL abzusichern und teilweise die nächsten beiden Wochen dafür zu nutzen um einige Gewinne bei Werten mitzunehmen, welche ich in die Marktpaniken vom Oktober und letzte Woche hinein mit kurzfristiger Spekulationsabsicht erworben habe.

Ärgerlich bleibt eben, dass ich mich zwar der Marktrichtung entsprechend positioniert habe, die Positionsgröße aber zu gering bemessen habe, da ich die Intensivität unterschätzt habe. Wären diese entsprechend gewesen, dann wäre die Volatilität im Wikifolio wesentlich geringer ausgefallen.

Folker Hellmeyer zum Thema Wirtschaftskrieg

Interessanter Kommentar zum Thema Wirtschaftskrieg gegen Russland von Folker Hellmeyer

Mehr noch fällt die Ukrainekrise der Eurozone konjunkturell auf die Füsse. Die Einbrüche der Wirtschaft in den Ländern mit starkem Osteuropageschäft sind markant. In der Folge der Probleme, die die USA im nahen Osten angeztettelt haben, stehen die Flüchtlicngsströme vor den europäischen Türen. Das schafft zunehmend gesellschaftspolitische Instabilität. Der Zulauf zu Parteien, die sich gegenüber dem Machtaaparat der EU krtitisch aufstellen, nimmt erkennbar zu.

Es gilt die Frage zu stellen, wer diese Krisen, die uns derzeit heimsuchen, ursprünglich verursacht hat? Es gilt die Frage zu stellen, wer nun tatsächlich bezahlt und wer aus dieser Konstellation profitiert? Haben Sie Antworten für uns?

Werfen wir einen kurzen, aber prägnanten Blick auf die Währungen Russlands und der Ukraine, um zu eruieren, ob es sich um eine Form des Finanzkriegs handelt: USD-RUB: Anstieg von 33 auf 63 – USD-UAH: Anstieg von 8,30 auf 15,76. Fundamental sind die Länder nicht vergleichbar. Die Ukraine ist ökonomisch und strukturell ein „failed state“.

Kein weiterer Kommentar!

Tage der Entscheidung – jetzt wird es punkto „Jahresendrally“ ernst!

Dieser Dezember ist nichts für schwache Nerven.  Letzte Woche notierte der DAX noch über 10.000 Punkte und alle beschworen die Jahresendrally. Dann ging es in ein paar Handelstage mit großer Dynamik nach unten. Bei 9219,05 Punkten fand der DAX heute sein Tagestief. Über acht Prozent Minus in nur wenigen Handelstage. Heute spricht niemand mehr vom starken Anstieg zum Jahresschluss.

Im Laufe des Tages überschlugen sich heute die Ereignisse. Die russische Nationalbank erhöhte den Leitzinssatz um 6,5 % auf 17 %. In Russland geht es nur mehr um die Stabilisierung des Finanzsystems.  Im Anschluss begann sich der Rubel zu erholen, bis dann um die Mittagszeit massive Verkäufe einsetzten und die russische Währung über die Klippe stürzte. In der Spitze verlor der Rubel um mehr als 20 % gegenüber dem Dollar. Ebenfalls um mehr als 20 % brach der RTX ein. Das sind Bewegungen, die auf Sicht eines Jahres schon beachtenswert wären. Gleichzeitig fiel der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent unter 60 USD, der DAX verlor massiv und Gold machte einen Sprung nach oben. Ich möchte hier auch schon aufhören das Tagesgeschehen zu kommentieren, denn ich bin mir sicher, dass diese Bewegungen noch öfter ihre Kommentatoren finden werden. Was man aber sicher nicht mehr leugnen kann ist, dass hier Kräfte am Werk sind, die weit außerhalb der Normalverteilung liegen. Wahrscheinlich kommt der Begriff „Wirtschaftskrieg“ den tatsächlichen Vorgängen am nächsten.

Meine letzten beiden Kommentare haben einerseits den Dezember aus dem Blickwinkel des saisonalen Verlaufs und andererseits habe ich in einem Kommentar bezüglich der „Grauslichkeiten“  geschrieben, die uns dieser Dezember bisher brachte: Hindenburg-Omen, SKEW-Index, CDS, …

Die letzten Tage haben vielen Investoren das Blut in den Adern gefrieren lassen. Man spürt wieder wie Panik aufzieht und wie oben bereits erwähnt, wurde bereits der Abgesang auf die Jahresendrally angestimmt. Ich möchte nicht in dieses Konzert einstimmen, denn das wir 2014 wirklich einen der schlechtesten Börsen-Dezember der Geschichte erleben ist keineswegs sicher, wenn zugegeben auch nicht unmöglich.

In den Abgesang einstimmen kann ich also immer noch, darum möchte ich jetzt jene Faktoren in den Vordergrund stellen, welche diesen Dezember doch noch „retten“ könnten:

  • Das Phänomen der Jahresendrally ist eines der stabilsten überhaupt.
  • Der Markt ist massiv überverkauft.
  • Die Profis am Optionsmarkt das S&P 100 haben ihre Absicherungen massiv zurückgefahren. Hier handelt es sich im Unterschied zur klassischen Put/Call Ratio um keinen Kontraindikator.
  • Morgen ist FED-Sitzung, der Tag davor verläuft meist positiv. Dies könnte die Märkte heute stabilisieren.
  • Der fallende Ölpreis wirkt langfristig stimulierend.
  • Die FED wird in diesem Marktumfeld morgen eher keine den Markt verunsichernden Worte von sich geben. Der Tonfall sollte eher beruhigend sein.
  • Heute ist „Turnaround-Tuesday“. Schon oft endete eine Panik an Dienstagen.

Statistisch gesehen sollte die Jahresendrally die nächsten Tage, vielleicht schon heute, starten. Auch wenn es derzeit keiner mehr für möglich hält, so erachte ich dieses hohe Angstlevel als weiteres Indiz dafür diesen Dezember doch noch nicht abzuschreiben.

Es könnte daher ein lukratives Geschäft sein, sich heute noch auf der langen Seite zu positionieren. Natürlich, die weitere Entwicklung der Märkte gehört genau beobachtet, zumindest ein mentales Stop-Loss muss man einziehen, denn wie schon erwähnt die Liste der „Grauslichkeiten“ ist sehr, sehr lange. Grauslichkeiten, welche aber auch wieder eine „Mauer der Angst“ errichtet haben könnten. Eine „Wall of Worry“, die per heute wieder hoch genug scheint, um Kursanstiege bis zum Jahresende zu rechtfertigen.

Ja, jetzt wird es ernst. Sollte die Bullen die nun vorliegende Chance nicht nutzen, dann könnte uns noch viel Ungemach drohen, denn dann könnten wir eine Abwärtsbewegung sehen, die den Namen Baisse wirklich wieder verdient. Vorerst empfiehlt es sich aber, sich Aktien long zu positionieren und genau zu beobachten.

Der Dezember kann auch anders …

Die letzten Tage habe ich einen Artikel über saisonale Bewegung der Aktienmärkte im Dezember veröffentlicht. Aus diesem Blickwinkel erscheint die aktuelle Abwärtsbewegung als nichts außergewöhnliches, denn der Dezember neigt üblicherweise erst nach der Monatsmitte zur Stärke.

Die saisonale Betrachtung ist jedoch nur ein Mosaiksteinchen unter vielen, welches uns einerseits vor Panik bewahren und uns andererseits in Momenten der Euphorie warnen soll.  Es wird daher Zeit meine Kommentare zur Zyklik um aktuelle Entwicklungen zu ergänzen, denn derzeit nimmt die Anzahl der Störfeuer zu, welche den Dezember doch noch zu einem enttäuschenden Monat machen könnten.

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Was ist heuer los mit der Jahresendrally?

Als in der Woche nach Thanksgiving viele Indizes neue Allzeithochs markierten lag Euphorie in der Luft. Fast jeder sprach schon von der Jahresend-Rally. Diese Woche geht’s nun doch ziemlich dynamisch abwärts und langsam stellen sich immer mehr Marktteilnehmer die Frage: „Fällt heuer die Jahresend-Rally aus?“

Die Antwort auf diese Frage wissen per heute nur die Götter, aber was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass wir derzeit eine Bewegung im Rahmen der saisonalen Erwartungen sehen. Aus dieser Sicht kann die Zeit ab dem Nikolaustag einigermaßen ruppig werden, was ich auch schon in früheren Kommentaren erwähnt habe. Das Fenster für ein der stärksten Perioden im Jahr, der erwähnten Jahresend-Rally, öffnet sich statistisch erst zwischen dem 15. und 18. Dezember. In 4er-Jahren (1904, 1914, 1924, …) ist die Korrekturgefahr zwischen Nikolaus und der Dezember-Mitte besonders ausgeprägt.

Durschnittsverlauft 4er Jahre

Natürlich kennt keiner die Zukunft und der Krug geht nur solange bis zum Brunnen bis er bricht, aber vorerst muss die Jahresend-Rally noch keinesfalls abgeschrieben werden. Erst wenn die Kurse ab 18. Dezember weiter abbröckeln, dann steigt die Gefahr massiv an, dass 2014 ein Jahr ohne starkem Finish wird.

Aber wie schon erwähnt, die nächsten 7 Tage können noch sehr nervenaufreibend werden. Aber wer erwartet schon das Börsengewinne nicht auch ihren Preis haben?