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„Der große Rausch“

Jede Generation hat ihre Manie, ihren Goldrausch. Das echte Geheimnis eines Goldrausches ist es Schaufeln zu verkaufen, nicht selbst danach zu suchen.

Was will ich damit sagen? Ja, du konntest im Goldrausch mit der Suche nach Gold wirklich reich werden, wenn du auch Gold gefunden hast, aber das wirklich große Vermögen mit wesentlich weniger Risiko haben jene gemacht, die sich die Manie der Leute zu nutze gemacht haben und ihnen Dinge verkauft haben, die jene Personen gedacht haben zu brauchen. Es versteht sich natürlich zu überhöhten Preisen, in wahrscheinlich fragwürdiger Qualität.

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Auch heute machen sich viele die Spekulationswut der Kryptogemeinde zu nutze und wollen Ihnen Schaufeln verkaufen. Nur das man heute nicht mehr Schaufel sagt, sondern Tokken. Heute werden nicht mehr fragwürdige Landkarten mit Goldadern verkauft, sondern Geschichten über einzigartige Blockchains, die von den Besten der Besten programmiert werden. Seid also vorsichtig und begebt euch nicht in den Fänge derer, die nur mit eurer Gier das große Geld verdienen möchten. Dieser Rat ist umsonst und kann euch wirklich mal einiges an Jammer ersparen.

Hierzu habe ich ein gutes Interview von Julian Hosp gefunden.

Nehmt euch die Zeit und lest es euch durch und seid euch der Tatsache bewusst, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Recherchiert genau und konzentriert euch auf die Sache und nicht auf die gute, einmalige Geschichte, die rundherum aufgebaut wird.

 

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Als ich versuchte Bitcoins zu kaufen …

Also ich beobachte diese Internet-Kryptowährung ja nun schon ewig. Ewig heißt in diesem Zusammenhang, dass ich – als ich mich das erste Mal damit beschäftigte – es sogar noch Sinn gemacht hätte selbst am hauseigenen PC zu „minen“.

Aber was soll ich sagen, ich habe diese Bitcoin-Idee eigentlich immer für verrückt gehalten. Wer sollte so etwas wie einem Bitcoin jemals einen Wert geben? Als überzeugter Anhänger des Marktgeldes war es für mich einfach nicht vorstellbar, dass der Markt jemals etwas einen Wert beimessen würde, das keinen echten inneren Wert besitzt. Ok, unser Euro hat auch keinen inneren Wert, aber als „legal tender for debt and tax“, also als gesetzliches Zahlungsmittel, zwingt man die Marktteilnehmer ja – dieses Mittel des indirekten Tausches – nachzufragen und zu akzeptieren.

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