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Bankprognosen für das 2. Halbjahr 2015

Schätzungen von 20 deutschen Banken per 2. Juli 2015 zum Jahresende 2015

Prognose 2015 Veränderung in Prozent
DAX 12.261 +11%
Euro Stoxx 50 3.734 +12%
S&P 500 2.176 +5%
Nikkei 225 20.938 +2%
Rendite 10 Jahre Bund 0,81 -4%
Euro/USD 1,07 -3%
Gold 1.193 +3%
Öl 66,9 +7%
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Viele Indizes notieren derzeit an wichtigen Widerständen

MSCI World, NYSE, FTSE, CAC40, Nasdaq Composite, MDAX, IBEX, FTSE-MIB, Hang-Seng-Index – viele Indizes notieren derzeit an wichtigen Widerständen. Diese sollten zumindest das Potenzial haben den Aufwärtstrend der letzten Wochen temporäre auszubremsen. Weiter ist auffallend, dass die Marktbreite die letzten Tage abgenommen hat. Diese beiden Punkte habe ich heute zum Anlass genommen bei Kursen um 2105 Punkten im S&P 500 meinen Turbo Call mit etwas über 60 % Gewinn komplett zu verkauft.

Dennoch möchte ich festhalten, dass der Aufwärtstrend im S&P500 völlig intakt ist. Ein gehebelter Wiedereinstieg bei wieder zunehmender Marktbreite und/oder der Herausnahme einzelner Widerstände der oben genannten Indizes ist derzeit eine denkbare Alternative. Ein vorschneller Verkauf einzelner Aktienpositionen ist derzeit ebenfalls nicht angedachte, dann meine favorisierte Erwartung derzeit zwar eine Konsolidierung/Korrektur im März ist, dennoch erachte ich wieder anziehende Notierungen im 2. Quartal als die wahrscheinlichste aller Alternativen. Darüber hinaus hält sich mein Optimismus derzeit (noch) in Grenzen.

TheValueScout Brainstorming

Renten: Die Charttechnik lässt beim T-Note Future einen weiteren Anstieg der Renditen in den Bereich 2,3 -2,4 % erwarten. Da die Korrelation zwischen T-Note und Bund-Future sehr hoch ist, sollten auch in Deutschland die Renditen weiter anziehen.

Aktien: Nach einer positiven Verfallswoche, so wie wir sie letzte Woche gesehen haben, sind einsetzende Gewinnmitnahmen in den nächsten Tagen die wahrscheinlichste Variante. Da derzeit aber immer mehr institutionelle Anleger, gemessen am Smart Money Flow Index, Geld in den Markt fließen lassen, rechen ich bei Kursrücksetzern mit weiteren „Buy the Dip“ – Käufern, sodass ich kurzfristig keine starken Rücksetzer erwarte. Solange der S&P-500 über 2040 Punkten notiert, bleibe ich bei meiner bullischen Ausrichtung im Wikifolio.

Edelmetalle: Gold und Silber kämpfen derzeit mit dem anziehenden Realzins. Wichtig wäre, dass wichtige Marken (Gold USD 1180 und EUR 1000) halten. Antizyklisch bleibt der Sektor interessant, denn wenn jeder über Deflation redet, sollte man – bei den weltweiten Gelddrucker-Orgien – die Inflation als mögliche Variante nicht ganz vergessen.

Erdöl: Der Ölpreis arbeitet weiter an seiner Bodenbildung. Hier werde ich aber das Überwinden wichtiger Widerstände (WTI 54 USD, BRENT 63 USD) abwarten, um prozyklisch den Anteil der Ölförderer im Wikifolio zu erhöhen.

S&P 500 – bullischer Ausbruch voraus?

Gestern konnte der S&P 500 zum dritten Mal seinen Widerstand bei 2064 anlaufen. Ich erachte die Wahrscheinlichkeit als hoch, dass dieses Mal der Ausbruch über den Widerstand gelingen wird, denn dem kompletten US-Markt repräsentierenden Wilshire 5000 gelang bereits gestern der Ausbruch aus einer identischen Formation.

SP500 6-2-2015

WILSHIRE 5000 6-2-2015

Auch dem NYSE-Index gelang bereits der Ausbruch. Weiter konnten gestern die zyklischen Konsumgüter auf ein neues Allzeithoch ausbrechen und auch der Chemiesektor steht kurz vor einem neuen Hoch. Ebenfalls die Nebenwerte (Russel 2000) stehen kurz vor einem neuen Allzeithoch.

Heute werden die US Arbeitsdaten präsentiert. Sollte diese nicht komplett negativ überraschen, ist zu erwarten, dass auch dem S&P ein Ausbruch über 2064 Punkte gelingen wird. Sollte der Ausbruch gelingen, dann wäre als nächstes Kursziel 2090 Punkte zu nennen.

Ich habe daher in meinem Wikifolio „ET – ValueScout Performance“ eine Stop-Buy Order knapp über 2064 in den Markt gestellt, um die bereits bestehende Long-Position bei einem Ausbruch prozyklisch aufzustocken. Aktuell notiert der S&P bei 2061 Punkten.

Starke Nebenwerte und Momentumswechsel

Meinen Kommentar vom Dienstag, 16.12., schloss ich bei einem DAX Stand von ein wenig über 9300 Punkten mit folgenden Worten:

„Es könnte daher ein lukratives Geschäft sein, sich heute noch auf der langen Seite zu positionieren. Natürlich, die weitere Entwicklung der Märkte gehört genau beobachtet, zumindest ein mentales Stop-Loss muss man einziehen, denn wie schon erwähnt die Liste der „Grauslichkeiten“ ist sehr, sehr lange. Grauslichkeiten, welche aber auch wieder eine „Mauer der Angst“ errichtet haben könnten. Eine „Wall of Worry“, die per heute wieder hoch genug scheint, um Kursanstiege bis zum Jahresende zu rechtfertigen.

Ja, jetzt wird es ernst. Sollte die Bullen die nun vorliegende Chance nicht nutzen, dann könnte uns noch viel Ungemach drohen, denn dann könnten wir eine Abwärtsbewegung sehen, die den Namen Baisse wirklich wieder verdient. Vorerst empfiehlt es sich aber, sich Aktien long zu positionieren und genau zu beobachten.“

Gestern sahen wir nun einen starken Aufwärtstag. Das Aufwärtsvolumen in New York war größer 95 %. Ebenfalls zeigten die Nebenwerte Stärke und das Momentum scheint wieder auf positiv drehen zu wollen. Die SNB führt Negativzinsen ein, die FED beruhigt bei Ihrer Pressekonferenz und auch die EZB gibt Kommentare in Richtung mehr Liquidität. Solch eine Konstellation ermöglicht schon einen weiteren Anstieg, zumindest bis zum Jahresende.

Vergessen wir aber nicht die „Grauslichkeiten“. Acht Hindenburg-Omen in neun Handelstagen sind keine Kleinigkeit, der Markt ist zerrissen. Es empfiehlt sich ein SL im Bereich 1970 Punkten (S&P 500). Sollten diese Marke unterschritten werden, dann werden wir mit aller Wahrscheinlichkeit einen der schlechtesten Börsen-Dezember der letzten 100 Jahre erleben.

Vorerst sollte die Rally aber weitergehen.

Kurzer Aktienmarktausblick

Elektrisiert von Draghis Worten fegte der Euro Stoxx 50 vorigen Freitag eine Reihe wichtiger Widerstande (200 –Tage-Linie, 1-Jahres-GD) aus dem Markt. Es scheint, als wolle der Index nun sein Jahreshoch ins Visier nehmen. Sorgt die erwartete EZB-Politik dafür, dass der Euro Stoxx nun auf den Spuren des Nikkei wandelt?

Nach wie vor treiben die Big Caps den S&P von einem Hoch zum anderen. Der breite Markt bestätigt derzeit die neuen Hochs nicht, die AD-Linie der NYSE bildet eine negative Divergenz zum S&P500. Der NYSE Composite notiert derzeit zirka 1 % unterhalb seines Jahreshochs. Ob der Composite dem S&P hier schnell folgen kann ist fraglich, da dieser nach – seiner zugegeben starken V-förmigen Erholung -an einem starken Widerstand notiert, sodass die Charttechnik hier zumindest eine Konsolidierung erwarten lässt. Weiter auffällig bleibt eine unterirdische Put-Call-Ratio, es schein als sei die Angst verschwunden. Die Gier hat das Kommando an der CBOT übernommen.

Dennoch muss gesagt werden, die Trendstärke des Marktes bleibt enorm, preisliche Rücksetzer werden von „Buy the Dip“-Käufer meist interday aufgefangen. Eine Erschöpfung des laufenden Aufwärtstrends ist derzeit nicht erkennbar, die Tage um Thanksgiving besitzen zudem einen positiven Bias.

Auch wenn die Marktstruktur derzeit den Raum für eine Konsolidierung offen lässt, so würde alles andere als eine leichte Korrektur doch überraschen.