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Bankprognosen für das 2. Halbjahr 2015

Schätzungen von 20 deutschen Banken per 2. Juli 2015 zum Jahresende 2015

Prognose 2015 Veränderung in Prozent
DAX 12.261 +11%
Euro Stoxx 50 3.734 +12%
S&P 500 2.176 +5%
Nikkei 225 20.938 +2%
Rendite 10 Jahre Bund 0,81 -4%
Euro/USD 1,07 -3%
Gold 1.193 +3%
Öl 66,9 +7%
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Was weiß die SNB, was wir noch nicht wissen?

Nachdem vor ein paar Tagen der MDAX aus seiner bullischen Tasse-Henkel-Formation auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen war, folgte nun gestern der Ausbruch des DAX auf ein neues All-Time-High. Auch der an der Ausbruchkante stehende KDAX schoss gestern im Tagesverlauf auf ein neues Mehrjahreshoch und somit brach auch der deutsche Kursindex über seinen seit einem Jahr gültigen Widerstand im Bereich knapp unter 5200 Punkten aus.

MDAX 17-1-15KDAX 17-1-15

DAX 17-1-15

Derzeit scheint viel internationales Kapital nach Europa, vor allem nach Deutschland, zu fließen. Hintergrund hierfür ist aller Wahrscheinlichkeit nach die in Aussicht gestellten Anleihenkäufe der EZB. Anleger reagieren reflexartig in Erwartung, dass die umstrittenen und unkonventionellen Maßnahmen der EZB eine ähnliche Abwärtungshausse in Gang setzen, wie diese die Abenomics im japanischen Nikkei in Gang setzten.

Die Entscheidung der SNB vom Donnerstag, den Franken nicht mehr an den Euro zu binden, scheint hier zusätzliches Wasser auf diese Mühlen zu gießen. Was weiß die SNB – was Draghi vor hat – wir aber noch nicht wissen? Kauf die EZB mehr als die vermuteten 500 Milliarden? Senkt sie vielleicht die Leitzinsen in den negativen Bereich?

Sollte die EZB liefern und die Erwartungen vielleicht noch übertreffen, dann stehen die Chancen hoch, dass die Börsen Europas – allen voran Deutschlands – heuer die US-Börsen outperformen. Sollte die Europäische Nationalbank die Anleger enttäuschen, könnte das internationale Geld jedoch so schnell wieder weg sein, wie es gekommen ist.

Egal wie es kommt, eines muss uns bewusst sein: Eine von billigen Geld getriebene Hausse steht auf sehr wackeligen Fundament. Einige Ökonomen nennen solche Aufschwünge auch Katastrophenhausse. Je parabolischer diese verläuft, desto größer die zu erwartende monetäre Katastrophe.

Ein holpriges Umfeld mit hoher Volatilität …

ValueScout Performance – Der Trend zu scharfen Abverkäufen mit starker V-förmiger Erholung, welcher fast das ganze Jahr 2014 kennzeichnete,  setzte sich auch an den ersten Handelstagen des Jahres 2015 fort. Starke Märkte zeichnen sich eher durch einen ruhigen, treppenförmigen Anstieg aus. Auch der sinnvolle Einsatz von Stop-Losses stellt sich in durch höhere Volatilität und V-förmigen Erholungen gekennzeichneten Märkten schwierig dar.

Konstruktiv präsentiert sich derzeit der MDAX. Die deutschen Mid-Caps brachen gestern auf ein neues Allzeithoch aus. Dieser Ausbruch erfolgte aus einer Tasse/Henkel-Formation, welche als bullisches Zeichen zu werten ist. Kursziel der Formation wäre bei 20.000 Punkten. Wichtig wäre, dass der Index nun weiter über diesem Ausbruchsniveau notiert. Dem DAX fehlen noch knapp 200 Punkte um eine ähnliche Formation zu vollenden. Unbestritten sollten Deutschland einer der Hauptprofiteure des niedrigen Ölpreises und des schwachen Euros sein. Man achte daher weiter auf die Entwicklung der deutschen Börsenbarometer.

Störfeuer gibt es derzeit genug. Griechenland, Ukraine, Erdöl und Euro lassen derzeit die Gefühle der Anleger schnell wechseln. Ein holpriges Umfeld mit hoher Volatilität, könnte daher in den nächsten Wochen weiter ein treuer Begleiter der Märkte sein. Wie schon weiter oben beschrieben, sollte derzeit vor allem die Entwicklung der deutschen Aktien uns Aufschluss über die Entwicklung der kommenden Wochen geben.

Starke Nebenwerte und Momentumswechsel

Meinen Kommentar vom Dienstag, 16.12., schloss ich bei einem DAX Stand von ein wenig über 9300 Punkten mit folgenden Worten:

„Es könnte daher ein lukratives Geschäft sein, sich heute noch auf der langen Seite zu positionieren. Natürlich, die weitere Entwicklung der Märkte gehört genau beobachtet, zumindest ein mentales Stop-Loss muss man einziehen, denn wie schon erwähnt die Liste der „Grauslichkeiten“ ist sehr, sehr lange. Grauslichkeiten, welche aber auch wieder eine „Mauer der Angst“ errichtet haben könnten. Eine „Wall of Worry“, die per heute wieder hoch genug scheint, um Kursanstiege bis zum Jahresende zu rechtfertigen.

Ja, jetzt wird es ernst. Sollte die Bullen die nun vorliegende Chance nicht nutzen, dann könnte uns noch viel Ungemach drohen, denn dann könnten wir eine Abwärtsbewegung sehen, die den Namen Baisse wirklich wieder verdient. Vorerst empfiehlt es sich aber, sich Aktien long zu positionieren und genau zu beobachten.“

Gestern sahen wir nun einen starken Aufwärtstag. Das Aufwärtsvolumen in New York war größer 95 %. Ebenfalls zeigten die Nebenwerte Stärke und das Momentum scheint wieder auf positiv drehen zu wollen. Die SNB führt Negativzinsen ein, die FED beruhigt bei Ihrer Pressekonferenz und auch die EZB gibt Kommentare in Richtung mehr Liquidität. Solch eine Konstellation ermöglicht schon einen weiteren Anstieg, zumindest bis zum Jahresende.

Vergessen wir aber nicht die „Grauslichkeiten“. Acht Hindenburg-Omen in neun Handelstagen sind keine Kleinigkeit, der Markt ist zerrissen. Es empfiehlt sich ein SL im Bereich 1970 Punkten (S&P 500). Sollten diese Marke unterschritten werden, dann werden wir mit aller Wahrscheinlichkeit einen der schlechtesten Börsen-Dezember der letzten 100 Jahre erleben.

Vorerst sollte die Rally aber weitergehen.

DAX nach Kurseinbruch im Fokus

Im Wikifolio-Blog wurde erstmals mein frisch-investierbares Wikifolio erwähnt:

Ähnlich denkt auch Dominik Ziegler („emitux“), der sein wikifolio „ET – ValueScout Performance“ schon seit einigen Monaten mit unterschiedlicher Intensität gegen Kursrückgänge an den Aktienmärkten abgesichert hat. Weil diese aber lange Zeit auf sich warten ließen, musste er im zweiten Quartal etwas stärkere Rücksetzer bei der Kursentwicklung in Kauf nehmen. Nun hat sich das Ausharren aber doch noch ausgezahlt. Den Kurssturz beim DAX kommentierte er am Donnerstagabend daher relativ entspannt mit einem „Heute ist so ein Tag, wo ich froh bin einen Turbo als Hedge im Portfolio zu haben!“.

In den Folgetagen wurde die Absicherung dann sukzessiv zurückgefahren, was der Trader mit einer wahrscheinlichen Gegenbewegung des Marktes begründete: „Die hohen Angstwerte sollten diese Woche ein Tradingtief bringen. Mit neuen Hochs ist vorerst aber nicht zu rechnen. Die Absicherungsposition soll dann in die steigenden Märkte wieder erhöht werden. Aufgrund des unsicheren politischen Umfelds bleibt eine „Restabsicherung“ im Depot“. Der Verkauf des gehebelten Turbo-Puts von Lang & Schwarz brachte ihm Gewinne von bis zu 94 Prozent ein. Davon konnte das wikifolio ebenso profitieren wie von einigen zuletzt sehr erfolgreich durchgeführten Trades im Bereich der Edelmetalle. Das ansonsten von Aktien und Exchange Traded Funds (ETF) dominierte wikifolio konnte dadurch in den vergangenen Wochen deutlich zulegen und nähert sich wieder dem Allzeithoch. Die Performance seit Auflegung im Sommer 2013 beträgt derzeit knapp 23 Prozent. Das wikifolio-Zertifikat (ISIN: DE000LS9CDQ1) ist seit Anfang Juli investierbar.

… zu vollständigen Artikel.

Investieren in die bisher beste Branche 2014

Wieder mal Zeit zum vergleichen. Mit der Weisheit des Rückblicks geht das zugegebener Maßen oft einfacher. Das 2. Halbjahr 2014 ist gerade mal 10 Tage alt und ganz oben auf der Liste der Top Branchen finden wir jene Branche die wohl zu Jahresbeginn fast keiner auf dem Radar gehabt hat: Die Gold- und Silberminen!

Seit Jahresbeginn (genau genommen, seit 9. 1.) ist auch mein Wikifolio „Gold und Silber Majors“ investierbar. Im folgenden Chart erkennt man schön, dass seit diesem Zeitpunkt  das Minen-Wikifolio fast 20 %  Rendite erzielte, während der DAX fast auf der Stelle getreten ist.

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