Schlagwort-Archive: Steuern

Uwe Bergold: „Der Bürger wird seit jeher …“

„… vierfach besteuert: Als erstes mit der direkten Einkommensteuer, dann bei fortschreitender Entwicklung mit der indirekten Umsatzsteuer. Später kommt die versteckte Inflationsteuer in Form der Münzverschlechterung hinzu, welche im Gegensatz zu den ersten beiden immer einen exponentiellen Verlauf nimmt und am wenigsten vom Publikum realisiert wird. Zu allerletzt, im Finale eines jeden Dreigenerationenzyklus, erscheint dann per Wehrzwang die Blutsteuer in Form der Kriegspflicht, welche jeden Zyklus abschließt.“ Uwe Bergold

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Marc Faber „Ich denke, eine der ganz großen Fragen in den kommenden Jahren wird sein, ob Demokratien funktionieren?“

Marc Faber: „… In einer Demokratie stimmt jeder für seine eigenen staatlichen Zuwendungen, doch die Regierungen können letztlich nicht alle Sozialleistungen bezahlen. In den westlichen Staaten werden die Menschen daher in Zukunft wahrscheinlich länger arbeiten müssen, d. h. Sie werden Ihre Rente erst bekommen, wenn Sie schon 70 oder 75 Jahre alt sind, oder Sie werden eine niedrigere Rente erhalten oder höhere Steuern zahlen müssen. Die Regierungen des Westens sind praktisch pleite, weil sie zu viel versprochen haben. Ganz egal, ob es sich dabei um die einzelnen Bundesstaaten oder die Regierung oder die Rentenfonds handelt – es ist praktisch nicht genügend Geld vorhanden, um für alle Leistungen aufzukommen. Das schafft Unsicherheit in der Bevölkerung. Marc Faber „Ich denke, eine der ganz großen Fragen in den kommenden Jahren wird sein, ob Demokratien funktionieren?“ weiterlesen

Wir Steueresel …

Kennen Sie Amilcare Puviani? Nein? Sollten Sie aber. Der gute Mann war ein italienischer Ökonom, der sich im ausgehenden 19. Jahrhundert intensiv mit Staatsfinanzierung befasste. Besonders mit der Kunst, Steuerbürgern möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne dass die die Absicht bemerken und rebellisch werden.

► Staatsausgaben kreditfinanzieren, um die spürbare Belastung auf künftige Generationen zu verschieben.
► Zeitlich befristete Steuern zu kreieren – und dann einfach auf deren Abschaffung zu vergessen.
► Diskussionen um größere Steuerreformen mit der Drohung abwürgen, dass man in diesem Fall diese und jene Leistung streichen müsse.
► Soziale Konfliktdiskussionen provozieren, um damit die zusätzliche Besteuerung von Luxusgütern und unpopulären Personengruppen (Millionäre) zu rechtfertigen.
► Indirekte Besteuerung bevorzugen, denn die lässt sich in den Preisen verstecken.
► Inflation verursachen, um Staatsschulden real zu entwerten.

Lesenswerte Kolumne „Wir Steueresel und unsere fiskalische Illusion“ von Josef Urschitz, veröffentlicht auf diepresse.com