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Marc Faber zum Bargeldverbot

Für mich ist das völlig klar. Sehen Sie sich die Geschichte der Welt in den letzten 100 Jahren an: Da gibt es eine Gruppe von Leuten, die mehr und mehr Kontrolle über Sie und mich haben wollen. Die wollen wissen, wer Sie sind, was Sie machen, und was Sie sich so anschauen. Im Grunde nähern wir uns der orwellianischen Gesellschaft an, in der diese Leute alles genau nachvollziehen können. Bargeld eröffnet uns noch immer die Möglichkeit, irgendwohin zu gehen und etwas zu kaufen, ohne dass jemand davon weiß. Diese Möglichkeit wollen sie uns jetzt nehmen.

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Marc Faber „Ich denke, eine der ganz großen Fragen in den kommenden Jahren wird sein, ob Demokratien funktionieren?“

Marc Faber: „… In einer Demokratie stimmt jeder für seine eigenen staatlichen Zuwendungen, doch die Regierungen können letztlich nicht alle Sozialleistungen bezahlen. In den westlichen Staaten werden die Menschen daher in Zukunft wahrscheinlich länger arbeiten müssen, d. h. Sie werden Ihre Rente erst bekommen, wenn Sie schon 70 oder 75 Jahre alt sind, oder Sie werden eine niedrigere Rente erhalten oder höhere Steuern zahlen müssen. Die Regierungen des Westens sind praktisch pleite, weil sie zu viel versprochen haben. Ganz egal, ob es sich dabei um die einzelnen Bundesstaaten oder die Regierung oder die Rentenfonds handelt – es ist praktisch nicht genügend Geld vorhanden, um für alle Leistungen aufzukommen. Das schafft Unsicherheit in der Bevölkerung. Marc Faber „Ich denke, eine der ganz großen Fragen in den kommenden Jahren wird sein, ob Demokratien funktionieren?“ weiterlesen

Marc Faber „Wenn ich Deutschland wäre, ich würde aus der EU austreten.“

Bezüglich EZB-QE gefragt, antwortet er: „Weshalb haben wir einen derartigen Schlammassel im Finanzbereich? Weil die Notenbanken die Kreditblase von 2007 geschaffen haben. Das muss man ganz klar sehen. Und nachher ist die Finanzblase geplatzt, und dann … erscheinen die Notenbanken und machen dem Publikum weiß, sie hätten die Welt gerettet, die sie vorher selber zerstört haben.“

Zum Grexit findet er folgende Worte: „Wenn ich Deutschland wäre, ich würde aus der EU austreten. Die anderen sollen sich dann selber drum kümmern. Weshalb sollen die deutschen Steuerzahler immer alles bezahlen müssen?“

Seine Marktmeinung: „Ich glaube, dass die Bewertungen der Aktien heute sehr hoch sind. Vor allem in den Vereinigten Staaten, nicht so in Europa und am günstigsten sind derzeit Schwellenländern. Ein Basket aus Schwellenländeraktien sollte eine Rendite von 5 % pa erwirtschaften. Das ist nicht viel, jedoch im Verhältnis zu negativen Renditen bei Staatsanleihen jedoch eine ganze Menge.

Nach 50 % Anstieg der Shanghaier Börse sollte nun eine kleine Korrektur kommen, dann sollte der Anstieg wegen des vielen gedruckten Geldes weitergehen.“

Anlageempfehlung: Auch wenn seine Erwartung von Kursanstiegen bei Immobilienwerte nicht so ausgeprägt ist, favorisiert er diese Werte aufgrund der durchschnittlichen Dividendenrendite von 6 %.

Die Freiheit des Dr. Doom

„Im thailändischen Chiang Mai hat sich der berühmte Investor eine Fantasie-Villa bauen lassen. Besuch bei einem Schwarzseher, der niemals mit der Masse geht.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Dr. Doom („Doktor Weltuntergang“) in seiner thailändischen Wahlheimat Chiang Mai zu treffen. Man kann sich zwischen 18 und 20 Uhr in eine kleine Bar namens Linda’s setzen und dort neben deutschen Motorradfahrern, einarmigen Berufsalkoholikern und grazilen Mädchen in ultraknappen Neon-Kleidern auf ihn warten.“

Hier geht’s zu vollständigen auf www.wiwo.de veröffentlichten Artikel.

Marc Faber „Der Anleger von heute ist in einer dummen Lage.“

Folgendes Interview wurde auf derstandard.at am 11.12.2014 veröffentlicht / foto: apa/epa/alex hofford:

STANDARD: Die Kongresswahlen in den USA waren eine schallende Ohrfeige für die Demokraten. Hat der Sieg der Republikaner Auswirkungen auf die amerikanische Wirtschaft?

Faber: Nein, das Ergebnis hat praktisch keinen Einfluss auf die Wirtschaft. Möglicherweise freut sich die Börse kurze Zeit – mittelfristige oder sogar langfristige Auswirkungen werden wir aber nicht sehen.

STANDARD: Auch keine Auswirkungen auf die US-Gesundheitsreform? Erste Republikaner verlangen bereits die Abschaffung von „Obamacare“…

Faber: … Ich denke, dass die Republikaner insgesamt und die Pharmaindustrie gar nicht so gegen die Gesundheitsreform sind, wie das häufig und gern kolportiert wird. Immerhin verdienen sie Geld damit. Klar ist aber auch, dass „Obamacare“ für kleine Geschäftsleute und den Arbeitsmarkt nicht besonders gut ist, erhöht es doch die Kosten der Arbeitgeber. Darin begründet sich auch, dass viele Leute gar nicht mehr oder nur noch auf Basis von Teilzeit eingestellt werden.

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