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Das sagt Max Otte zu …

Aktien von Versorgern: Bei Versorgern sind die Aussichten noch immer deutlich eingetrübt. Die Bundesregierung reagierte auf das Reaktorunglück in Fukushima mit einem so harten Einschnitt, wie ihn zuvor keine andere Branche erlebt hatte. Seitdem sehen wir bei den großen deutschen Versorgern drastische Umsatzeinbrüche. Ich lasse derzeit die Finger weg von Versorgeraktien wie Eon oder RWE.

Aktien von Banken und Versicherungen: Versicherungen wie Allianz und Münchner Rück haben gerade eine Kursdelle hinter sich. Für mich ganz klar Einstiegskurse. Trotz aller Herausforderungen in diesem Sektor können sich die Unternehmen über profitable Geschäftsmodelle freuen. Bei Bankaktien bin ich persönlich sehr vorsichtig, gerade bei Titeln wie der Deutschen Bank, die gerade natürlich international unter enormem Druck stehen.

Rohstoffaktien: Ich finde Öl interessanter als Rohstoffaktien, hier hat man schöne Dividenden und irgendwann geht’s auch wieder mit dem Preis nach oben.

Emerging Markets: Brasilien ist billig geworden, Russland ist wahnsinnig billig, aber eben auch riskant, China kann man aufgrund des Bewertungsniveaus noch machen, Indien ist schon zu teuer.

Blue Chips: Die meisten Blue Chips sind ausgepreist, aber nicht überbewertet. Für den normalen Anleger stellen sie noch immer eine gute Möglichkeit dar, sich langfristig zu investieren. Klassiker sind Coca-Cola, Nestlé oder Novartis. Mein favorisierter Sektor für Privatanleger sind Blue Chips im IT-Bereich. Was früher die Konsumaktien waren, sind heute Technologieaktien wie Microsoft,IBM und Google.

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Ein hellsichtiger Ökonom

„Max Otte ist kein Optimist. Aber leider hat der Professor, Schriftsteller und Fondsmanager mit seinen Prognosen Recht behalten. 2006 sagte er die Krise voraus, die 2007 in den USA als Immobilienkrise die Wirtschaft erschütterte und als Verschuldungskrise uns in Europa heute noch schwer zu schaffen macht. Wie beurteilt er die Entwicklung heute? Ute Holzhey hat ihn getroffen.“

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Max Otte „Wir werden noch mehr staatliche Zwangswirtschaft sehen“

Max Otte sieht deutsche Aktien als fair bewertet, während er den US Markt mittlerweile als teuer empfindet. „Sollte die Welt nicht aus den Fugen geraten“, könnte 2015 ein gutes Jahr für den DAX werden, denn wer zu fairen Preisen kauft, der macht zwar kein Schnäppchen, aber auch kein schlechtes Geschäft. Auf die Frage, was er den unter „aus den Fugen geraten verstehe“, weißt er auf die unzähligen Krisen (Ukraine, IS, Griechenland, strukturelle Probleme, …) hin. Am meisten fürchtet er aber die aufziehende Deflation, denn die Notenbanken sind mit ihrer Politik des billigen Geldes am Ende. Die Voraussetzung für weiter steigende Notierungen am Aktienmarkt ist daher, dass alles schön „unter dem Teppich“ bleibt.

Im Allgemeinen geht es weiter in Richtung mehr Zwangswirtschaft, weniger Demokratie und weniger Bürgerrechte.

DAF-Interview

Max Otte zur EZB-Entscheidung: „Die Sparer sind am Arsch“

„Die EZB hat gestern für Furore gesorgt. Die Notenbanker wollen bis zum September 2016 mindestens 1,1 Billionen Euro in den Kauf von Staatsanleihen stecken. Das entspricht gut elf Prozent der Wirtschaftsleistung im Euroraum. Warum die Sparer jetzt die Gekniffenen sind und wie weit Anleger den Aktienanteil in ihren Depots jetzt aufstocken sollten, erläutert Prof. Max Otte.“

Hier geht’s zum vollständigen von www.boerse-online.de geführten Interview.

Max Otte über Gold und Silber

„Insgesamt nimmt die Situation allerdings zunehmend Endspielcharakter an. Der bekannte U.S.-Ökonom Kenneth Rogoff fing an, laut über die Abschaffung von Bargeld nachzudenken, denn „dann könne man besser Geldpolitik betreiben.” Natürlich, in der Horrorvision des totalen Kontrollstaates lässt sich gut Geldpolitik betreiben. In dieser Situation schadet mehr Gold nicht – zumal es immer noch billig zu haben ist. Gegebenenfalls auch Silber – nur ist das so billig, dass Sie ganz schöne Gewichte mit sich herumschleppen müssten. Auf der Aktienseite werden wir uns verstärkt nach TopQualität umsehen.“

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Max Otte: „Mir war noch nie so mulmig wie jetzt“

Folgendes Interview wurde am 7.3.2014 von Börse Express geführt. Vielen Dank dafür!

Max Otte: „Beim derzeitigen Gold-Preisniveau kann es so verkehrt nicht sein, sich ein kleines Polster aufzubauen“

Börse Express: Bei der Krim-Krise scheinen die Fronten verhärtet. Wie besorgt sind Sie?

MAX OTTE: Ehrlich gesagt, mir war noch nie so mulmig wie jetzt. Die Lage ist ernst. Mit dem Umsturz in der Ukraine wurde eine Situation geschaffen, die das Potenzial zu einer ganz großen Krise hat. Dabei ist die Situation viel komplexer, als sie in fast allen Medien dargestellt wird.

Inwiefern?

OTTE: Putin bemüht sich seit Jahren um eine Partnerschaft mit dem Westen. Russland sollte ein integraler Bestandteil jeder europäischen Architektur sein. Ich habe Putin hierzu im Herbst 2010 gehört. Er ist sicher ein Machtmensch, dem man besser nicht in die Quere kommen sollte – welcher Mensch in einer solchen Position ist das nicht? Aber auf seinem Vortrag vor westlichen Führungskräften trat er sehr höflich und humorvoll auf, er beklagte jedoch, Europa und die USA täten alles daran, Partnerschaften und jegliche Formen der Zusammenarbeit zwischen russischen und europäischen Unternehmen so schwer wie möglich zu machen.
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