Monatsarchive: Januar 2020

Negative Faktoren sollten belasten

Der Hochpunkt des Goldpreises der vergangenen Woche (1.613 US-Dollar) geht mit einer negativen RSI-Divergenz einher. Die Spekulation bleibt mit 322.000 Netto-Kontrakten nahe dem Rekordhoch aus der Vorwoche. Die Spekulation ist weiterhin deutlich zu hoch, sie unterstützt einen Rückgang des Goldpreises. Saisonal neigt der Goldpreis in Wahljahren von Februar bis Mai zur Schwäche. Der XAU-Goldminenindex drehte ebenfalls nach unten. Auch hier liegt eine negative RSI-Divergenz vor.

Fazit: Gold sollte in der vergangenen Woche ein wichtiges Hoch markiert haben. Der formale Aufwärtstrend ist allerdings noch intakt, solange die 50-Tage-Linien nicht unterschritten werden. Am wahrscheinlichsten ist für die kommenden Wochen eine korrektive Seitwärtsphase. Der US Arbeitsmarkbericht am Freitag zeigte einen mangelnden Anstieg der Lohninflation. Dies ist ebenfalls ein Negativfaktor für den Goldpreis, weil der Realzins nicht negativer wird. Ein Goldpreisanstieg benötigt einen negativer werdenden Realzins, am besten in der Kombination steigende Inflationsrate/fallende Zinsen.

Den Edelmetallanstieg haben wir in den letzten Wochen gut mitgenommen. Ich werde meiner Erwartung entsprechend in den kommenden Tagen die Cashquote auf über 10 Prozent erhöhen, um in einer möglichen korrektiven Phase genug liquide Mittel zu haben.