Monatsarchive: Januar 2019

Milliardär Zell: Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Gold gekauft…

Sam Zell ist ein amerikanischer Geschäftsmann und Investor. Er hat mit seinen Investitionen in der Vergangenheit ein Vermögen von mehreren Milliarden USD aufgebaut. Sein Vermögen beläuft sich laut FORBES auf aktuell etwa 5,5 Milliarden USD. Mit seiner Firma Equity Group Investments, die heute hauptsächlich in den Bereichen Energie, Logistik, Transport, Fertigung, Kommunikation und Gesundheitswesen investiert, ist er zu einem der reichsten Männer der USA aufgestiegen. Jüngst gab Sam Zell ein Interview  in dem er wie so oft nach seinen aktuellen Investments gefragt wurde: „Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Gold gekauft…“

Das sich abschwächenden Angebot bei Gold hat die Aufmerksamkeit des Milliardär geweckt. „Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Gold gekauft, weil es eine gute Absicherung ist“, sagte Sam Zell, der Gründer von Equity Group Investments, in einem Bloomberg TV-Interview. „Das Angebot schrumpft und das wird sich positiv auf den Preis auswirken.“ Die Investitionen in neue Minen haben sich verlangsamt, nachdem die Preise für das Metall vom Hoch in 2011 deutlich nach unten gefallen sind und sich die Aussichten für die Produktion eintrübten. Da Gold gegenüber seinem Höchststand immer noch um fast ein Drittel gefallen ist, schauen die größten Bergbauunternehmen nur darauf, ihre Konkurrenten zu kaufen, um ihre Förderpipeline zu stärken. „Diese Monster Gold-Mining Deals erhöhen den Druck auf die Hinterbliebenen. „

„Kapital, das in die Entwicklung neuer Goldminen investiert wird, ist so gut wie nicht vorhanden“, sagte Zell. „Das ganze Geld wird verwendet, um Rivalen aufzukaufen.“ Die kombinierten Goldreserven, die in Minen vergraben sind (ein Indikator für die Produktionsaussichten) – schrumpften 2017 um mehr als 40 Prozent von ihrem Höchststand, nachdem die Unternehmen die Ausgaben für die Exploration und Entwicklung neuer Projekte gekürzt hatten, so Bloomberg Intelligence Daten über große Produzenten.

Versöhnlicher Jahresausklang

Ein relativ unbekanntes Opfer des US-Shutdown sind hierzulande diejenigen, die bei ihren Anlageentscheidungen auf eine Analyse der Commitments of Traders (COT) Daten Wert legen, da diese derzeit nicht veröffentlicht werden. Solange der Streit ums Budget in den USA weitergeht, wird dieser Veröffentlichungsstopp weitergehen. Diese „Freitzeit“ möchte ich nun für einen kurzen Jahresrückblick verwenden.

2018 war für die Investoren in Edelmetallaktien kein leichtes Jahr. Zwei Einbrüche (Ende Jänner und im Hochsommer) trieben vielen Investoren die Angstfalten auf die Stirn. Okay, vielen Investoren ist vielleicht ein wenig übertrieben, denn die nun seit fast 8 Jahren laufende Baisse hat die meisten schon vertrieben. Das Jahrestief, zumindest in diesem Wikifolio, war dann zum 11. September mit einem zwischenzeitlichen Minus von 21 Prozent drinnen. Doppelt traurig war damals, dass die Standartmärkte zu dieser Zeit in bester Feierlaune waren. Schon Mitte August schrieb ich in einem Kommentar: „Was ist der große Unterscheid zwischen Minenwerten und einer Vielzahl an Technologiewerten an der Nasdaq? Bei Minenwerten kaufen derzeit die Insider, bei Techwerten verkaufen sie“.

Mittlerweile hat sich das Bild ein wenig geändert. Seit seinem Tief im September konnte dieses Wikifolio gut 17 % zulegen. Eine gutes Jahr schaut zwar anders aus, aber zumindest war das Jahresende versöhnlich. Auch Gold konnte im gleichen Zeitraum 7 % zulegen. Wie sich die Standardmärkte in diesem Zeitraum entwickelten ist den meisten Anlegern ja bekannt. Vor allem die Sterne der Techszene musst anständig Federn lassen.

Dies zeigt uns zwei Dinge sehr schön: „Sich an den Insidern zu orientieren ist keine schlechte Idee“ und „Edelmetalle haben aus der Perspektive der Diversifikation ein gutes Recht darauf Depotbestandteil des vernünftigen Investors zu sein.“