Monatsarchive: August 2016

Uwe Bergold: „Der Bürger wird seit jeher …“

„… vierfach besteuert: Als erstes mit der direkten Einkommensteuer, dann bei fortschreitender Entwicklung mit der indirekten Umsatzsteuer. Später kommt die versteckte Inflationsteuer in Form der Münzverschlechterung hinzu, welche im Gegensatz zu den ersten beiden immer einen exponentiellen Verlauf nimmt und am wenigsten vom Publikum realisiert wird. Zu allerletzt, im Finale eines jeden Dreigenerationenzyklus, erscheint dann per Wehrzwang die Blutsteuer in Form der Kriegspflicht, welche jeden Zyklus abschließt.“ Uwe Bergold

Gold und Minen an wichtigen Widerständen

Aktuell notiert die Jahresperformance bei einem Plus von 110 %. Wenn man bedenkt, dass dieser Sektor zum Jahreswechsel bei allen Analysten auf verkaufen gestanden ist und der Abgesang auf die Branche täglich lauter gesungen wurde, ist das schon eine stolze Wertsteigerung. „Kaufe wenn die Kanonen donnern!“ hat sich hier ausgezahlt.

In den letzten Wochen hört man wieder öfter die „Geigen spielen“. Aus Sicht des Sentiments ist daher Vorsicht angebracht. Auch preislich muss festgehalten werden, dass sowohl Gold als auch Goldminen (XAU 112) an wichtigen Widerständen notieren. Ganz zu schweigen vom Terminmarkt: Die Netto-Short-Positionierung der Commercials liegt mittlerweile im gesamten Sektor auf einem sehr hohen Niveau. Bei Silber steigt die dieswöchige Netto-Short-Positionierung der Commercials auf ein weiteres Allzeitrekordhoch und auch bei Kupfer ist die Zeit der Netto-Long-Positionierung der Commercials vorüber.

Kurzfristig darf uns daher eine Verschnaufpause nicht überraschen und solange der Widerstandsbereich im Gold (Jahreshoch 2014 und Abwärtstrend) hält, bleibt die Cashquote erhöht. Aktuell liegt diese bei 26,5 %.

Ich werde weiter an besonders schwachen Tagen Positionen ausbauen und bei besonderer Stärke reduzieren. Für „All in“ ist das Chancen-Risiko-Verhältnis nicht gut genug. Hier warte ich vor allem auf das prozyklische Kaufsignal (Überwinden der Widerstände) oder auf eine stärkere Bereinigung des Terminmarktes.