Monatsarchive: Februar 2016

Die CoT Daten mahnen weiter zur Vorsicht

Auch wenn man bei Gold weiter eine fundamentale Stärke sieht, so ist der CoT Index doch weiter gefallen und notiert nun mit 21 Punkten nahe dem bearishen Terrain. Die Dynamik der Termindaten der letzten Wochen berücksichtigt, gilt nun auch für den Goldpreis, dass wir in den nächsten Wochen eine ausgeprägte Korrektur erwarten sollten, die uns zumindest in den Bereich von 1150 USD führen sollte. Kalkuliert man den Silberindex mit ein, dann kann es auch noch eine Etage tiefer gehen.

Der Silber Index notiert die zweite Woche in Folge bei 0 Punkten und schreit weiter laut „verkaufen“. Die Bewegung vom Freitag sollte somit nur der Anfang der Abwärtsbewegung sein, die den Silberkurs doch weit unter 14 USD drücken könnte.

Weiterlesen

DAX vs. Minenwerte – 2 Jahres Vergleich

Mein Wikifolio „Gold & Silber Majors“ ist nun seit über zwei Jahren investierbar. Ein Investment in Gold- und Silberminen war die letzte Jahre oft kein Sonntagsspaziergang und soviel bin ich mir sicher, es wird auch in den nächsten Jahren keiner sein, denn die Volatilität dieser Branche ist enorm und sehr viele Faktoren spielen in den Markt hinein. Darüber sollte man sich immer im Klaren sein.

Oft habe ich in meinen Kommentaren darauf hingewiesen, dass dieser Markt zu den derzeit wohl günstigeren gehört. Aber die Baisse nährt die Baisse, wie die Hausse, die Hausse nährt. Langsam schlägt das Pendel nun in die andere Richtung aus, denn täglich mehrt sich nun die positive Berichterstattung den Edelmetallen gegenüber. Das soll jetzt aber nicht das Thema sein.

Was ich Ihnen aber zeigen will ist, dass Gold, Silber und deren Produzenten schöne Bausteine sind, um sein Portfolio zu diversifizieren. Im ersten Chart sieht man, dass seit Emission meines Wikifolios, dieses den DAX um 10 % outperformte. Klar die Volatilität war höher und das Minus, dass die Position lange vor sich her schob größer, aber im aktuellen Moment der DAX Schwäche spielte dieser Sektor seine Stärke aus. Es gibt natürlich keine Garantie dafür, dass dies immer so ist und man sollte sich auch davor hüten sein gesamtes Vermögen in dieser Branche zu parken, aber ein Beimischung ist allemal empfehlenswert.

wiki vs dax

 

Im zweiten Chart sehen Sie den Vorteil einer gemanagten Variante. Im Jahresvergleich erreichte das Wikfolio ein um 8 % besseres Ergebnis als der Gold Miners ETF. Nach einem derart starkem Jahresauftakt, kann es natürlich jederzeit zu Rücksetzer kommen. Diese können auch sehr heftig ausfallen. Das langfristige Potential ist jedoch weiterhin als enorm einzustufen, vor allem wenn man bedenkt, dass der HUI Index immer noch 70 % unter seinem Hoch aus 2011 notiert.

wiki vs gold miners etf

Marc Faber zum Bargeldverbot

Für mich ist das völlig klar. Sehen Sie sich die Geschichte der Welt in den letzten 100 Jahren an: Da gibt es eine Gruppe von Leuten, die mehr und mehr Kontrolle über Sie und mich haben wollen. Die wollen wissen, wer Sie sind, was Sie machen, und was Sie sich so anschauen. Im Grunde nähern wir uns der orwellianischen Gesellschaft an, in der diese Leute alles genau nachvollziehen können. Bargeld eröffnet uns noch immer die Möglichkeit, irgendwohin zu gehen und etwas zu kaufen, ohne dass jemand davon weiß. Diese Möglichkeit wollen sie uns jetzt nehmen.

Weiterlesen

Endstation Parkett

Mit dem Einzug des computerisierten Aktien- und Rohstoffhandels, ist es auf dem traditionellen Börsenparkett in Chicago und New York ruhig geworden. Viele der alten Haudegen und Helden des Parketts stehen vor dem Aus. Stets selbstbewusst, hätten sie niemals gedacht, dass die Musik aufhört zu spielen. Regisseur James Allen Smith zeigt in dem Doku-Drama Endstation Parkett die menschlichen Schicksale hinter dem technologischen Handel. Gemeinsam mit dem Wall Street-Profi Markus Koch, zog Smith mit der deutschen Bearbeitung des Films durch die Kinos in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Hier nun der Film in ganzer Länge.

Commitment of Traders Report schreit „VERKAUFEN“

Der gestern veröffentlichte CoT Report gab im Silber ein eindeutiges Verkaufssignal, aber auch bei Gold offenbarte sich eine eindeutige Schwäche. Bei stabilem Silberpreis fielen der CoT Index auf 0, sodass in kommenden Tagen/Wochen mit einer stärkeren Korrektur zu rechnen ist. Aber auch der Gold Index fiel bei einem Anstieg um 11 Dollar um weitere 13 Punkte und notiert mittlerweile nur mehr bei 37 Punkten.

Diese Datenlage sollte uns zur Vorsicht mahnen. Ich habe daher die Cashquote im Wikifolio auf 25 % erhöht und Stopp Limits platziert. Bei deren Ausführung wird die Cashquote knapp über 50 % ausmachen. Sollte der Gold Index nächste Woche auch in den Verkaufsbereich (<10) rutschen, wäre ein weiterer Aufbau von Cash sinnvoll. Bevor dieser Schritt gesetzt wird, bedarf es aber einer weiteren Analyse der Terminmarktdaten.

Der HUI zeigt uns im Bereich von 135 ein GAP. Das Schließen dieses GAPs ist für die nächsten Wochen wohl das wahrscheinlichste Szenario. Nach dem starken Anstieg der letzten Wochen wäre diese Korrektur wohl auch als gesund zu betrachten.

Natürlich kann der Anstieg der Edelmetalle noch weitergehen, die Wahrscheinlichkeit ist aufgrund der Terminmarktstruktur jedoch als äußerst gering zu bezeichnen. Das Chancen-Risiko-Verhältnis ist derzeit aber als sehr schlecht zu bezeichnen. Voll investiert zu bleiben birgt daher mehr Risken als Chancen.

Positiv zu erwähnen ist, dass wir seit einigen Jahren wieder ein höheres Hoch im Goldpreis sehen. Eine korrektive Bewegung zum jetzigen Zeitpunkt, die Gold in den Bereich von 1140 Dollar führt wäre daher auch gesund. Silber könnte sich in diesem Szenario schwächer präsentieren. Ein abermaliges Unterschreiten der 14 USD sollte uns nicht überraschen. Dennoch war seit 2011 die Chance nicht mehr so hoch, dass die Edelmetalle ihre Baisse beendet haben.

„Gold und Silber Majors“ Update

Die CoT Daten vom Freitag zeigen Gold im neutralen, Silber im Verkaufsbereich. Der CoT Index von Gold notiert bei 50, der von Silber bei 12. In diesen Daten ist der Anstieg letzten Donnerstag bis auf 1260 USD im Gold noch nicht enthalten.

Vor allem der Index bei Silber sollte uns zur Vorsicht mahnen. Historisch gesehen kam es nicht oft vor, dass diese Konstellation am Terminmarkt nicht zu einem Abverkauf führte. Einzig positives Beispiel ist der Ausbruch des Silberpreises über 20 USD im Jahr 2011, der einen weiteren Anstieg bis auf 50 USD brachte.

Gold notiert im neutralen Bereich. Es ist jedoch davon auszugehen, dass mit heutigem Stichtag der Index weiter gefallen ist. Solange ich hier jedoch keine harten Fakten vor mir habe, möchte ich mich nun kurzfristig auf die technische Seite konzentrieren. Gold notiert an den Unterstützungen im Bereich 1180/90 bis 1210 USD und solange der Preis nicht nachhaltig unter 1180 USD fällt, werde ich die Cashquote niedrig halten. Aktuell liegt diese bei 10 %. Durch einige kleine Teilverkäufe und einen Zukauf (Randgold) ist dieser im Wochenvergleich leicht (+4%) angestiegen.

Wenn diese Unterstützung hält werde ich mit weiteren Aktionen bis zum nächsten CoT Report warten. Sollte sich ein weiterer Anstieg abzeichnen, möchte ich vor allem die Position von Randgold weiter ausbauen. Weiterlesen

Besser als der HUI

Als ich mein Wikifolio „Gold und Silber Majors“ am 4.7.2013 erstellte, beschloss ich die Beschreibung der Handelsidee mit folgenden Worten: „Der Ausverkauf der Gold- und Silberproduzenten im 2. Quartal 2013 sollte langfristig vernünftige Einstiegskurse gebracht haben.“

Auch wenn ich aus einer langfristigen Perspektive diesen Aussage immer noch 100 %ig unterschreibe, so muss ich mir doch eingestehen, dass mich die Intensität der weiteren Bewegung doch überrascht hat. Geplant war bei Auflage eine Buy & Hold Strategie, mit leichten Anpassungen in der Gewichtung und der Auswahl der Edelmetallwerte.

Schon nach wenigen Monaten verlangte der Markt eine Anpassung dieser Strategie, denn der Gold- und Silberminenmarkt präsentierte sich in wesentlich schwieriger Verfassung als erwartet. Die Erhöhung der Anzahl der gehandelten Werte, um eine bessere Diversifikation zu erreichen und ein aktiveres Management war die Antwort. So wurde die Anzahl von zehn auf 15 erhöht. Und über die Monate schwankte die Cashquote zwischen 0 und 80 %.

Dennoch die nackten Zahlen sind schwach. Entwicklung seit Erstellung -19,84 %, seit Emission -9,82 %. Der maximale Verlust liegt bei -56,02%. Vergleicht man diese Werte jedoch mit dem HUI, so verlor dieser seit dem Zeitpunkt der Erstellung meines Wikifolios um mehr als 35 %. Der maximale Verlust lag bei mehr als 65 %. Klar Verlust ist Verlust, jedoch konnte mein Wikifolio die letzten 2 1/2 Jahren seinen Referenzindex klar outperformen.

Im folgenden Chart möchte ich mein Wikifolio  mit dem Vector Gold Miners ETF seit dessen Auflegung vergleichen:

Majors vs Vector Gold Miners 4-2-2016

Auch hier erkennt man schön, dass im aktuellen Umfeld das gemanagtes Investment in Edelmetallwerte ein besseres Ergebnis zeigt.

Worauf basieren meine Investmententscheidungen? Hier fließen natürlich viele Faktoren ein. Jedoch hauptverantwortlich dafür ist der Commitment of Traders Report. Je nachdem wie sich die kommerziellen Händlern positionieren, werden Positionen auf- oder abgebaut. Je ausgeprägter desto intensiver. Natürlich funktioniert dies nicht immer und kann auch keine Kursverluste verhindern, über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren sieht man jedoch sehr gut, dass diese Vorgehensweise zumindest bessere Ergebnisse als eine Buy & Hold Strategie bringt. Weiter ist natürlich auch die Auswahl der Aktien für die Performance verantwortlich. Hier lege ich vorrangig Wert auf eine niedrige Verschuldung und niedrige Produktionskosten. Dies trifft aber nicht auf alle Werte zu, denn mit Barrick habe ich auch die Schuldenkaiser der Branche im Depot. Da der Wert aber überdurchschnittliche unter die Räder gekommen ist, rechne ich hier auch mit einer stärkeren Erholung. Die letzten Woche scheinen diese Annahme zu bestätigen.

Wem mein Wikifolio gefällt, der kann es sich hier gerne vormerken.

 

 

 

Marc Faber „Ich denke, eine der ganz großen Fragen in den kommenden Jahren wird sein, ob Demokratien funktionieren?“

Marc Faber: „… In einer Demokratie stimmt jeder für seine eigenen staatlichen Zuwendungen, doch die Regierungen können letztlich nicht alle Sozialleistungen bezahlen. In den westlichen Staaten werden die Menschen daher in Zukunft wahrscheinlich länger arbeiten müssen, d. h. Sie werden Ihre Rente erst bekommen, wenn Sie schon 70 oder 75 Jahre alt sind, oder Sie werden eine niedrigere Rente erhalten oder höhere Steuern zahlen müssen. Die Regierungen des Westens sind praktisch pleite, weil sie zu viel versprochen haben. Ganz egal, ob es sich dabei um die einzelnen Bundesstaaten oder die Regierung oder die Rentenfonds handelt – es ist praktisch nicht genügend Geld vorhanden, um für alle Leistungen aufzukommen. Das schafft Unsicherheit in der Bevölkerung. Weiterlesen